FC Gladbeck-Kirchhellen - Traum vom Segelfliegen geht in Erfüllung

Ihre Projekttage vor den Sommerferien verbrachten sieben Schülerinnen und Schüler des Vestischen Gymnasiums Kirchhellen jetzt beim Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen.
Ihre Projekttage vor den Sommerferien verbrachten sieben Schülerinnen und Schüler des Vestischen Gymnasiums Kirchhellen jetzt beim Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen.
Foto: Fliegerclub Gladbeck-Kirchhellen
Was wir bereits wissen
Ihre Projekttage vor den Sommerferien verbrachten Schüler des Vestischen Gymnasiums Kirchhellen beim Fliegerclub Gladbeck-Kirchhellen.

Gladbeck/Kirchhellen..  Sieben Schülerinnen und Schüler des Vestischen Gymnasiums Kirchhellen verbrachten unmittelbar vor den Sommerferien ihre Projekttage beim Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen am Flugplatz Schwarze Heide. „Alles in allem war es eine unglaubliche Zeit, die wir alle mit Sicherheit nie wieder vergessen“, fasste Teilnehmerin Johanna Hüging zusammen. „Wir haben Erfahrungen gesammelt, neue Freunde gefunden und unsere Heimat aus einer ganz neuen Perspektive kennengelernt.“

Plan B in der Tasche

Sieben Fluglehrer nahmen die Schüler des Vestischen Gymnasiums zu Beginn der Projekttage in Empfang. Sie erläuterten zunächst einmal, was Segelfliegen überhaupt ist. Weil das Wetter nicht mitspielte, fiel der Plan, gleich am ersten Tag jeden mindestens zweimal starten zu lassen, buchstäblich ins Wasser. Die Verantwortlichen des Fliegerclubs hatten aber einen Plan B in der Tasche. „Wir gingen raus“, so Johanna Hüging, „und besichtigten den Tower und die Flug- und Landebahn, lernten die Verhaltensregeln auf dem Gelände kennen und sahen zum ersten Mal die Flugzeuge, die wir fliegen würden.“

Die Schüler durften probeweise auch schon einmal Platz in den Fliegern nehmen, außerdem wurden ihnen die Instrumente, Hebel und Pedale erklärt. Im Anschluss ging’s zurück in den Lehrgangsraum im Vereinsgebäude. Johanna Hüging: „Wir erfuhren dort alles über Fallschirme, die bei Segelfliegern Pflicht sind. Der Sitz in einem Segelflugzeug ist sogar extra so ausgelegt, dass man ohne Fallschirm nicht vernünftig darin sitzen kann.“

Auch am zweiten Tag spielte das Wetter nicht wirklich mit. Also stand wieder Theorie auf dem Programm der Schülerinnen und Schüler. Sie erfuhren beispielsweise, warum ein Flugzeug überhaupt in der Luft bleibt, was Thermik ist und wie die optimalen Bedingungen für einen Segelflug aussehen. Im Anschluss konnten die Kirchhellener aber doch zum ersten Mal in die Luft gehen. „So ein Flug“, schilderte Johanna Hüging ihre Eindrücke, „dauerte an diesem Tag nicht mehr als sieben Minuten, doch es kommt einem viel länger vor, wenn man über die Felder fliegt und die Skyline von Essen und den Heidesee sehen kann.“

Nur vier Starts konnten zwischen den Regenschauern absolviert werden, bevor die Schauer wieder in Dauerregen übergingen. Also ging es weiter mit Theorie sowie mit einem gemeinsamen Hotdog-Essen.

Fortschritte stellen sich schnell ein

Am vierten Tage waren die äußeren Bedingungen dann so gut, dass alle Schüler des Vestischen Gymnasiums fliegen konnten. Insgesamt viermal durfte jeder als echter Flugschüler, das heißt vorne auf dem Sitz des Piloten, starten. Natürlich flog immer ein erfahrener Fluglehrer des Gladbecker/Kirchhellener Vereins mit.

Fortschritte stellten sich schnell ein. „Bei jedem Versuch“, erzählte Johanna Hüging, „durfte man ein bisschen mehr. Am Ende waren wir alle in der Lage, Kurven alleine zu fliegen, die Richtung zu halten und ansatzweise zu starten und zu landen.“

Am kritischsten sei der Start, berichtete die Schülerin. Und weiter: „Für die einen war er unglaublich schön, das Adrenalin in den Adern, wenn der Boden sich immer weiter entfernt und der Flugplatz immer kleiner wird. Den anderen machte es Angst, in so einem schmalen, leichten Gefährt den Boden zu verlassen.“

Beim abschließenden gemeinsamen Grillen zeigten sich alle sieben Schülerinnen und Schüler des Vestischen Gymnasiums begeistert über die Schönheit des Segelfliegens und auch über den Einsatz der vielen Helfer des Fliegerclubs Gladbeck und Kirchhellen, die diese Projekttage ermöglicht und unterstützt haben.