Euro-Cup fällt aus
28.12.2011 | 16:25 Uhr 2011-12-28T16:25:00+0100
Gladbeck. Der FC Gladbeck hat sein traditionelles Hans-Koschei-Gedächtnisturnier für F-Jugendmannschaften abgesagt. Seit der ersten Auflage anno 1990 waren immer Nachwuchsmannschaften aus dem Ausland und von deutschen Erst- und Zweitligisten in Brauck angetreten.
22 Auflagen hat das Hans-Koschei-Gedächtnisturnier für F-Juniorenmannschaften erlebt. Dabei trotzte die Nachwuchsabteilung des FC Gladbeck stets Wind, Wetter und anderen Unwägbarkeiten wie beispielsweise der grassierenden Schweinegrippe vor zwei Jahren. Anfang Januar 2012 wird das traditionsreiche Turnier um den Euro-Cup jedoch nicht stattfinden.
Der Grund: Die Kleeblätter aus Brauck konnten, anders als in der Vergangenheit, nicht genügend namhafte Klubs für ihre Veranstaltung zu Ehren des langjährigen Jugendleiters Hans Koschei gewinnen. „Im Oktober hat sich das bereits abgezeichnet“, sagt Peter Weißelberg vom Ausrichter, der seit den Anfangstagen des Turniers tatkräftig mitgeholfen und für das Teilnehmerfeld verantwortlich gezeichnet hat.
Einige Zusagen von überregional bekannten Vereinen hatte Weißelberg erhalten. Die F-Junioren des VfL Bochum wollten am Samstag, 7. Januar 2012, ebenso in der großen Sporthalle am Kortenkamp antreten wie die des MSV Duisburg. Dauergäste, wie auch die Frankfurter Eintracht, Fortuna Düsseldorf und aus der Hauptstadt Hertha Zehlendorf und Tennis Borussia Berlin, die ihre F-Junioren Anfang des neuen Jahres erneut auf die Reise ins Ruhrgebiet schicken wollten.
„Eine Mannschaft aus dem Ausland war jedoch erstmals nicht dabei“, so Weißelberg. Der zudem zwei interessierten deutschen Teams absagen musste, weil er schlicht und ergreifend keine Familien fand, die bereit waren, die jungen Akteure dieser Gäste bei sich aufzunehmen.
Ein Turnier mit zwölf statt 16 Mannschaften und ohne internationales Team wollte der FC Gladbeck nicht veranstalten. Und deshalb fällt die 23. Auflage des Hans-Koschei-Gedächtnisturnier in 2012 aus. „Eigentlich“, so Weißelberg, „soll es nur dieses Mal nicht stattfinden.“
Noch im vergangenen Januar konnte der Traditionsverein aus dem Gladbecker Süden im KV Mechelen aus Belgien eine Nachwuchsformation aus dem Ausland begrüßen. Im Jahr davor traten neben Mechelen auch MFK Skalica aus der Slowakei und der SV Schwechat aus der österreichischen Partnerstadt Gladbecks an. Mannschaften aus den Niederlanden (zum Beispiel Feyenoord Rotterdam), Luxemburg, Dänemark, Tschechien und Polen hatten seit 1990 regelmäßig in Brauck vorbeigeschaut. Außerdem war nahezu jeder deutsche Profiklub zumindest einmal mit seinen F-Junioren im Gladbecker Süden zu Gast.
Anlässlich der 20. Auflage des Hans-Koschei-Turniers hatte Peter Weißelberg auch zurückgeblickt - und sich vor allem an zwei Ereignisse erinnert: „In einem Jahr war der Generalschlüssel für die Halle plötzlich ein paar Tage lang verschwunden.“ Irgendwann tauchte er genauso plötzlich wieder auf. Und dann war da noch ein Knirps von Austria Wien, der in Gladbeck an den Windpocken erkrankte. Das Turnier fand seinerzeit - Windpocken hin, Windpocken her - natürlich statt.
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