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„Es gelingt mir alles ganz gut“

29.05.2012 | 18:00 Uhr
„Es gelingt mir alles ganz gut“
Auf dem Platz und abseits davon eine imposante Erscheinung: Spielmacher René Ewald vom SV Zweckel II. Foto: Heinrich Jung/WAZ FotoPool

Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender spricht Mittelfeld-Regisseur René Ewald vom SV Zweckel II über verpasste Ziele, neue Ziele und warum der Aufstieg der letzte große Titel für den Zwei-Meter-Mann sein könnte.

René Ewald spielte bei vielen Vereinen. Und es sieht danach aus, dass er in dieser Saison auch erfolgreich sein wird. Im zweiten Jahr bei der Zweckeler Reserve belegen die Grünhemden - mit zwei absolvierten Spielen mehr als Kirchhellen - derzeit den ersten Tabellenrang. Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender spricht der zwei Meter große Mittelfeldregisseur über verpasste Ziele in der letzten Saison, über den möglichen Aufstieg in dieser Runde und über seine Karriereende.

Herr Ewald, derzeit belegen Sie mit der Zweckeler Zweitvertretung den ersten Tabellenrang. Es läuft, oder?

René Ewald: Unser Saisonziel ist in greifbarer Nähe. Von Beginn an hatten wir kein anderes Ziel. Wichtig ist, dass wir den Tabellendritten weit hinter uns gelassen haben. Ob wir am Ende dann noch in die Relegation müssen, entscheidet sich noch. Zum Showdown kommt es dann gegen Kirchhellen, derzeit Tabellenzweiter, am letzten Spieltag.

Auch in der letzten Saison war der SV Zweckel II lange Zeit im oberen Tabellendrittel zu finden. Dann verlor man gegen Ende der Spielzeit den Faden. Warum?

Wir haben damals gegen Rentfort II gewonnen. Das war eigentlich ein gutes Spiel. Danach folgte jedoch ein Dämpfer nach dem anderen. Wir hatten eine starke Defensive. Es hat uns allerdings nur wenig genutzt: Schließlich haben wir vergessen, vorne die Tore zu machen.

Was macht die Mannschaft in dieser Saison so stark?

Wir spielen das zweite Jahr in dieser Formation zusammen und treten bei den Spielen anders auf. Wir kennen unsere Stärken und Schwächen untereinander, haben darüber hinaus viel gelernt. Die Mannschaft ist nach den wichtigen Siegen auch nicht mehr so euphorisch wie im letzten Jahr. Das ist ein ganz wichtiger Punkt: Alle haben nur das eine Ziel vor Augen.

In der neuen Saison werden Sie einen neuen Trainer bekommen. Ist es nicht paradox, ein erfolgreiches Trainerduo nach der Saison vor die Tür zu setzen?

Uns wurde alles ehrlich geschildert. Wir wurden sofort informiert, als feststand, dass Rainer Schluck und Sören Schürer nicht mehr Trainer sein werden. Auch Marc Bahl stellte sich ziemlich schnell vor. Ich persönlich sehe das eher schmerzfrei, das gehört zum Fußball dazu. Es zählt momentan eh nur der Aufstieg. Deshalb verschwenden wir keinen Gedanken an die nächste Saison.

An welches Spiel erinnern Sie sich in dieser Saison? Gibt es in einer Aufstiegssaison besondere Spiele?

Das Highlight für mich war natürlich gegen Alemannia Gladbeck. Vier Tore in einem Spiel zu schießen, das ist mir in zwanzig Jahren nicht gelungen. Ansonsten ist jeder Sieg wichtig. Besonders das erste Rückrundenspiel gegen Wacker Gladbeck war von Bedeutung. Wir haben 3:1 gewonnen, was für den weiteren Saisonverlauf elementar war.

Welche Ambitionen hegen Sie für die neue Saison?

Sollte es mit dem Aufstieg klappen, möchten wir es in der nächsten Saison wie Rentfort II machen. Da streben wir einen gesicherten Platz im Mittelfeld an. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich nach der Saison wohl mit dem Fußball spielen aufhören werde.

Warum?

Bei den Stadtmeisterschaften habe ich mir einen Bänderriss zugezogen und hatte sechs Wochen lang einen Krankenschein. Das darf mir nicht noch einmal passieren. Es ist für den Beruf schon ziemlich gefährlich. Das ist der Stand derzeit. Aber ob ich ganz ohne Fußball kann, weiß ich noch gar nicht. Ganz verabschieden werde ich mich wohl nicht.

Sie selbst sind aus dem Zweckeler Mittelfeld kaum wegzudenken. Beschreiben Sie einmal Ihre Rolle in der Mannschaft.

Ich muss natürlich meiner Position als Spielmacher gerecht werden. Derzeit habe ich zwanzig Saisontore erzielt und fast genau so viele aufgelegt. Ich glaube, in dieser Saison gelingt mir alles ganz gut.

Steffen Bender



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