Eine Art Endspiel
14.04.2010 | 18:59 Uhr 2010-04-14T18:59:00+0200
Gladbeck.Für den VfL Gladbeck steht in der Handball-Oberliga eine Art Endspiel auf dem Programm. Am Samstag, 17. April, empfangen die Rot-Weißen als Tabellenzweiter den Spitzenreiter HSE Hamm (19.30 Uhr, Riesener Halle). Sollten die Gastgeber diesen Vergleich verlieren, ist für sie die Meisterschaftsrunde gelaufen.
Vier Spieltage vor dem Ende der Saison beträgt der Vorsprung von Hamm vor seinem ärgsten Verfolger aus Gladbeck zwei Punkte. „Wir haben also nur eine Chance, wenn wir diese Partie gewinnen“, sagt Siegbert Busch, der Abteilungsleiter des VfL.
Zuversichtlich
Er blickt dem Vergleich der beiden Topmannschaften der westfälischen Oberliga durchaus zuversichtlich entgegen: „Unser Team kann mit einer ganz breiten Brust antreten. Schließlich ist es die stärkste Mannschaft der Rückrunde. Sie hat sich unter der Regie von Trainer Holger Krimphove nach ganz normalen Anpassungsproblemen gut entwickelt und große Fortschritte gemacht. Wir haben das Potenzial, um Hamm zu bezwingen.“
Inwiefern müssen die Gladbecker am Samstagabend während der 60 Minuten das Hinspielergebnis im Auge behalten? Zur Erinnerung: Hamm gewann das erste Aufeinandertreffen mit 39:34 - und bei Punktgleichheit zweier Mannschaft zählt zuerst der direkte Vergleich. Busch: „Wichtig ist zunächst einmal, das Spiel zu gewinnen. Hamm muss noch nach Menden, dort ist es bekanntlich für jede Mannschaft schwer zu punkten.“
Also sollten die Rot-Weißen in der Begegnung mit dem Tabellenführer keine Harakiri-Taktik wählen, wenn sie beispielsweise fünf Minuten vor Schluss mit zwei Toren in Führung liegen? „Nein“, so der VfL-Chef, „davon würde ich abraten.“
Die Rolle der Fans
Siegbert Busch, der bekanntlich viele Jahre lang die Gladbecker Mannschaft trainierte und nach wie vor „regelmäßig unregelmäßig“ bei den Übungseinheiten in der Riesener Halle vorbeischaut, erwartet ein äußerst spannendes Spiel. „Es wird lange eng verlaufen“, mutmaßt er. Der VfL, so der Abteilungsleiter weiter, dürfe in keiner Phase der Partie die Konzentration verlieren und müsse in der Deckung sicher stehen und im Angriff geduldig auf seine Chancen wahren.
Welche Rolle kann in einer derart wichtigen Partie das Publikum in der Riesener Halle spielen? Siegbert Busch: „Es spielt eine ganz entscheidende Rolle, weil es unsere Mannschaft trägt.“
0mitdiskutieren