Duisburg geht in Klausur

Der Abstiegskampf in der Dritten Handball-Liga diktiert momentan bei einigen Klubs das Handeln. Während der VfL Gladbeck, der ja damit gerechnet hatte, um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen, cool bleibt und am Rosenmontag wie berichtet mit seinen Vorbereitungen aufs Spiel gegen die HSG Krefeld beginnt, müssen die Akteure der unerwartet in Nöte geratenen Duisburger Löwen zu einer „kognitiven Klausur“ (SG-Geschäftsführer Klaus Schuppert) antreten.

„Die Jungs haben eine Blockade im Kopf. Deshalb müssen wir im mentalen Bereich arbeiten, um diese Blockade zu lösen“, so Schuppert, der die Klausur am Montag selbst leiten wird. Er will die Mannschaft, die fünf Punkte weniger auf dem Konto hat als der VfL Gladbeck, animieren, positiv zu denken, er will die Mannschaft stark reden: „Einige Spieler glauben, dass es ohne Verstärkungen nicht geht. Das muss aus den Köpfen raus.“ Der SG-Chef bekräftigte noch einmal, dass die Löwen bis zum Ende der Transferfrist keinen neuen Spieler mehr verpflichten werden.

In Soest hatten sie sich auch auf Abstiegskampf eingestellt. Entsprechend plant der Tabellenvorletzte seine sportliche Zukunft zweigleisig. Eine wichtige Entscheidung ist bereits gefallen: Trainer Dirk Lohse macht sowohl in der Dritten Liga als auch in der Oberliga Westfalen weiter.