Die Gegner des VfL Gladbeck - Ahlener SG will in die 3. Liga zurück

Hoffnungsträger der Ahlener SG: Rückkehrer Björn Wiegers (Mitte) soll das Team in die 3. Liga führen.
Hoffnungsträger der Ahlener SG: Rückkehrer Björn Wiegers (Mitte) soll das Team in die 3. Liga führen.
Foto: WAZ FotoPool
In einer Serie stellt die WAZ die Gegner des VfL Gladbeck in der 3. Handball-Liga vor. Wir beginnen mit der Ahlener SG, die den Aufstieg anpeilt.

Gladbeck/Ahlen..  In Ahlen war in den vergangenen Wochen und Monaten häufig vom Aufstieg in die 3. Handball-Liga die Rede. Nachdem die Ahlener SG in der vergangenen Saison in der Oberliga Westfalen den dritten und in der davor den zweiten Tabellenplatz belegt hat, soll in der Spielzeit 2015/2016 der Sprung in die nächst höhere Klasse nun endlich glücken. Die ASG rüstete, um dieses Ziel zu erreichen, ihre sowieso schon starke Mannschaft noch einmal auf - etwa mit dem langjährigen Profi Björn Wiegers und mit Andreas Tesch, der zuletzt bekanntlich beim VfL Gladbeck in der Dritten Liga zwischen den Pfosten stand.

Als die Ahlener SG den Schlussmann, der in der Endphase der Saison dem VfL verletzungsbedingt nicht mehr zur Verfügung stand, im vergangenen März als Zugang vorstellte, versuchte der erst gar nicht, um den heißen Brei herumzureden. „Ich möchte der ASG mit meiner Erfahrung helfen, den Aufstieg in die 3. Liga zu realisieren“, so Tesch, der ja aus der Jugendabteilung von Tusem Essen stammt und über die Stationen Gladbeck, Hagen, Soest und erneut Gladbeck jetzt in Ahlen gelandet ist.

Team enttäuschte in der Rückrunde

Helfen bei dem Projekt Aufstieg in die 3. Liga soll vor allem Björn Wiegers, also der Mann, den die „Ahlener Zeitung“ einmal als „die Ahlener Handball-Ikone schlechthin“ bezeichnet hat. Der Kreisläufer hat inzwischen nach 15 Jahren seine Bundesligakarriere beendet. „Die Zeit als Profihandballer ist vorbei. Ich möchte beruflich Fuß fassen und trotzdem noch Handball spielen, und genau diese Chance bietet mir die Ahlener SG“, so Wiegers, dessen Karriere einst in Ahlen begann und der mit seinem Heimatverein anno 1999 in die 2. Liga aufstieg.

Vom Aufstieg spricht Wiegers auch mit Blick auf die Saison in der Oberliga, allerdings schlägt er dabei durchaus mahnende Töne an: „Natürlich möchte ich mit Ahlen in die Dritte Liga aufsteigen. Das wird aber nicht einfach funktionieren, weil Björn Wiegers wieder da ist. Da muss eine Menge passen.“ Er wolle, so der langjährige Berufshandballer, der in den vergangenen fünf Jahren für den ASV Hamm-Westfalen aktiv war, die Erfahrung, die er in 15 Jahren Bundesliga gesammelt hat, zurückgeben.

Profitieren von dieser Routine könnte Zugang Ferdi Hümmecke. Der Kreisläufer misst 2,04m und spielte in der Verbandsliga für den OSC Dortmund. Ihm lagen laut den Ruhr-Nachrichten Angebote aus der Dritten Liga vor. Hümmecke entschied sich für einen Wechsel nach Ahlen, weil er nach beendetem Lehramtsstudium sein Referendariat in Münster absolviert.

Schaffen die Ahlener in der Saison 2015/2016 die Rückkehr in die Drittklassigkeit? Über große Qualität verfügte das Team schon in der Vergangenheit, schließlich verdiente Rückraumakteur Thomas Lammers seine Brötchen viele Jahre lang als Profi oder spielte Linksaußen Mattes Rogowski in der 3. Liga. Und dennoch enttäuschte das Team in der vergangenen Saison gerade in der Rückrunde nicht nur einmal. Am Ende musste sich der Klub, der anno 2009 mit dem ASV Hamm eine Spielgemeinschaft bildete, in die deutsche Eliteklasse auf- und sofort abstieg und wieder seine eigenen Wege ging, mit dem dritten Rang begnügen. Satte sieben Punkte trennte die ASG von Meister TuS Volmetal.