Das Trainerverhör mit Marc Schäfer

Nachgedacht: Herr Schäfer, wie schwierig ist es, die Erste des BVR zu trainieren?

Von schwer würde ich nicht reden. Ganz im Gegenteil, es macht Spaß mit den Jungs. Wir haben viele talentierte Spieler, die noch nicht fertig sind und wir können sie hier voranbringen.

Provokant: Stagniert Ihr Team?

Nein, absolut nicht. In den letzten Partien haben die Jungs gezeigt, was sie können. Da haben wir sehr gut nach vorne gespielt. Aber man hat auch gesehen, dass es im Laufe der Saison besser wurde. Dominik Menze kehrte nach seiner langen Verletzung zurück, auch Patrick Draxler deutete zuletzt an, wie wertvoll er noch sein wird. Gerade an diesem Duo können sich die jungen Spieler aufrichten und orientieren.

Zukunftsvision: Wie lange bleiben Sie noch Trainer an der Hegestraße?

Grundsätzlich ist das eine Vorstandsfrage. Wie es nach der Saison weiter geht, habe ich im Moment keine Ahnung. Es gilt erst einmal, das Jahr vernünftig zu beenden. Es gab vom Vorstand nie eine Auflage, dass wir aufsteigen müssen. Das wird auch in der nächsten Spielzeit so sein. Aber natürlich wollen wir mittelfristig wieder erfolgreicher spielen.

Forsch: Wann steigen Sie auf?

Momentan machen wir zu viele individuelle Fehler und da bekommen wir die Quittung für. Die Chancenverwertung ist ineffizient. Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass wir mittelfristig in die Bezirksliga wollen. Ich kann keine perfekte Mannschaft herzaubern und die Vergangenheit hat gezeigt, dass gestandene Teams, wie etwa Schaffrath oder derzeit auch Preußen Gladbeck, Probleme haben in der Bezirksliga.

Kurzanalyse: Beschreiben Sie Stärken und Schwächen ihres Teams mit jeweils einem Satz.

Unsere Stärke ist ganz klar die Technik der einzelnen Spieler. In der Regel sind sie sehr gut ausgebildet. Die Schwächen sind taktischer Natur, gerade im Umschaltspiel gibt es Defizite.

Beenden Sie bitte den folgenden Satz: Der Gladbecker Fußball ist für mich . . .

... ein schönes Stück Tradition, von dem leider immer mehr verloren geht. Das sehen wir auch an der Stadtmeisterschaft, die nur noch mit sieben Erstmannschaften bestritten wird.