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"Das Fleisch war willig, der Geist war schwach"

01.12.2008 | 19:28 Uhr
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Obwohl die TV-Damen den Gegner eigentlich im Griff hatten, fehlte in den entscheidenden Situationen der Mut zum Risiko

VOLLEYBALL VERBANDSLIGATV Gladbeck II TUS Iserlohn II 2:3 Sätze: 28:30, 25:16, 25:19, 23:25, 13:15 TV: Harrmann, Tenspolde, Asche, Svoboda, Oberbossel, Pohle, Capote, Weber.

"Eigentlich habe ich eine der besten Saisonleistungen meiner Mannschaft gesehen", lobte TV-Trainer Andreas Packeisen trotz der knappen Niederlage gegen den TUS Iserlohn II. "Doch zum Ende der verlorenen Sätze haben wir leider Weihnachtsmann gespielt und vergessen den Sack zuzumachen." So durfte sich der TUS am Ende doch über ein zwei Punkte-Geschenk freuen- der Lohn dafür, dass der Gast sich niemals hängen ließ.

So wie beim Rückstand in Satz eins, als die Packeisen-Schützlinge bereits mit 20:11 (!) führten und trotzdem noch den Kürzeren zogen (23:25). Was vor allem an der knallharten Sprungaufschlagserie einer Iserlohner-Spielerin lag, "die auf diesem Niveau höchst unüblich ist", so Packeisen. Bis der TV gelernt hatte, die Granaten zu entschärfen, war der Satz und das Momentum beim Gegner gelandet. Und das obwohl die Hausherrinnen die beiden Folgesätze souverän nach Hause spielten (25:16/25/19). "Irgendwie hatten wir den Verlust des schon sicheren ersten Durchgangs immer noch in den Köpfen."

Und so begann bei den Gladbeckern immer dann das große Zittern, wenn die Ziellinie nahte. Eine 19:16-Führung im Vierten reichte ebenso wenig für den Matchgewinn(23:25), wie eine frühe 5:2-Führung im entscheidenden Tiebreak (13:15).

"Die Probleme waren bei uns keineswegs spielerischer Natur. Wir hatten den Gegner im Griff und waren technisch überlegen. Das Fleisch war willig, aber der Geist war schwach", so Packeisen, der seinen Mädels nun in Einzelgesprächen mehr Mut in den entscheidenden Situationen einflößen möchte. Damit der Weihnachtsmann demnächst auch beim TV vorbeischaut.

Von Claudio Richter

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