Caroline Masson bestätigt ihre Klasse

Wolfgang Scheffler, Autor für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, verglich den historischen, weil auf US-Boden errungenen Sieg des Teams Europas beim Solheim-Cup als gelungenen „Debütantinnen-Ball“. Das war im Sommer 2013. Tatsächlich debütierte Caroline Masson damals im prestigeträchtigen Duell „Alter Kontinent“ gegen „Neue Welt“, überhaupt war in jenem Jahr, das erste der Gladbeckerin auf der US-Profitour, alles neu, alles Debüt. Nach 2014 lässt sich sagen: Masson hat sich in der Weltspitze etabliert.

Im neuen Jahr kommt der Solheim-Cup nach Deutschland. Die heute 25-Jährige wird den Kurs im Leon-Rot Golfclub in Baden-Württemberg als routiniertere, als selbstbewusstere und auch als finanziell besser situierte Spielerin betreten. Ihren zwei Top-Ten-Platzierungen im Vorjahr ließ sie in den vergangenen zwölf Monaten drei Platzierungen unter den besten Zehn folgen. Dass Masson sich auf konstant hohem Niveau angesiedelt hat, verdeutlicht nicht zuletzt der Blick auf ihre Preisgelder. Spielte die mittlerweile Wahl-Amerikanerin in 2013 noch 287.770 US-Dollar ein, waren es in diesem Jahr schon 569.916 US-Dollar und somit fast das Doppelte.

Als Masson Ende Oktober auf den chinesischen Hanain-Inseln mit einem zweiten Platz den größten Erfolg ihrer noch jungen LPGA-Tour-Karriere feierte, hatte sie kaum Zeit diesen auszukosten. „Feiern ist leider nicht angesagt. Der Flieger steht schon auf dem Rollfeld“, sagte sie damals. Zeigt ihre Formkurve weiter derart steil nach oben, dürfte das in 2015 so bleiben. Sie würde es wohl verkraften.