BVR-Reserve präsentierte sich auswärts stets miserabel

BVR-Dauerbrenner Lukas Innig (rechts, hellblaues Trikot) war einer von wenigen Lichtblicken in der abgelaufenen Spielzeit  des BV Rentfort II.
BVR-Dauerbrenner Lukas Innig (rechts, hellblaues Trikot) war einer von wenigen Lichtblicken in der abgelaufenen Spielzeit des BV Rentfort II.
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Was wir bereits wissen
Auf heimischen Boden lief es für Rentfort II zwar besser, doch das Saisonfazit fällt enttäuschend aus. Unser Rückblick.

Gladbeck..  Auswärtsschwäche im Amateurfußball - eigentlich ein Märchen, oder? Von wegen! Eindrucksvoll, wie peinlich zelebrierte Rentfort II in der vergangenen Spielzeit diese und zeigte, wie man sich auf fremden Terrain nicht präsentieren sollte. Am 28. Spieltag (!) - wohl gemerkt zwei Spieltage vor Ablauf der Saison - war es soweit: Das Team von Maik Rogalski und Michael Terwellen holte den ersten „Dreier“ als Gast. Insgesamt gab es in 15 Auswärtspartien lausige sechs Punkte.

Terwellen findet deutliche Worte

Die Bilanz der Grauhemden fiel naturgemäß durchwachsen aus. Am Ende gab es Rang zwölf. Das Saisonziel wurde verpasst - ursprünglich sollte es ein einstelliger Tabellenplatz werden. Neun Siege und fünf Remis sorgten für 32 Zähler auf dem Konto. Wie fällt das Fazit von Trainer Terwellen aus? „Zugegeben, schauen wir auf die Auswärtsstatistik war es schlecht. Da gibt es keine zwei Meinungen.“ Der Coach legt die Finger in die Wunde, sagte zeitgleich aber: „In den Heimspielen war das in der Regel in Ordnung. Da konnten wir dem Team nur selten einen Vorwurf machen.“

Apropos Vorwurf: Diesen musste sich die „Zweite“ auch mit Blick auf die Defensivleistung gefallen lassen. 87 Gegentore waren für das gewünscht-gehobene Mittelfeld einmal mehr zu schwach. Ergo: Auch hier scheiterten die Grauhemden an den eigenen Ansprüchen. Ganz anders der Angriff: 74 Treffer waren eine stolze Quote, auf der sich Erfolg hätte aufbauen lassen können. Nur wenn fünf Treffer zum Sieg nicht reichen - so geschehen gegen die Sportfreunde Gelsenkirchen - wurde es naturgemäß schwer mit dem Punkten. „Es war schwierig für unseren Abwehr“, erklärte Terwellen. Nur selten konnten wir zwei oder drei Spiele mit der identischen Defensive auflaufen“, so der Coach.

Trainer möchte hoch hinaus

Terwellen und Rogalski wissen also, wo sie den Hebel für die kommenden Spielzeit ansetzen müssen. An Fitness und Kraft wird derzeit gearbeitet - schon bald kommt das spielerische Element hinzu. Die Ziele klingen trotz verkorkster Runde ambitioniert. „Das Minimalziel ist Rang neun“, erklärte Terwellen, der gern noch höher hinaus möchte. Tabellenplatz sechs oder sieben wären ihm lieb. „Die Qualität ist da. Sie muss nur umgesetzt werden.“ Dafür sollte die Rentforter Reserve naturgemäß auch ‘mal auswärts punkten.