BV Rentfort verlängert mit Trainerduo

BVR-Coach Marc Schäfer ist bereits seit vier Jahren Trainer der Erstvertretung.
BVR-Coach Marc Schäfer ist bereits seit vier Jahren Trainer der Erstvertretung.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Marc Schäfer und Marcel Cornelissen stehen auch in der kommenden Spielzeit an der Linie des BVR. Im Interview spricht Schäfer über Vergangenheit und Zukunft.

Gladbeck..  Seit nunmehr vier Jahren steht Marc Schäfer, gemeinsam mit Marcel Cornelissen, an der Seitenlinie des BV Rentfort. Was er bis dato erreicht hat? Darüber streitet sich die örtliche Fußballszene gerne. Mehr als Kreisliga A war nach dem Abstieg aus der Bezirksliga 2011 nicht drin. Und das obwohl die Mannschaft eine technische Qualität beweist, die in dieser Liga nur selten zu finden ist. Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender spricht Schäfer über die eigene Arbeit, geballte Offensivpower und die Devise „Tempofußball“.

Herr Schäfer, ich falle direkt ‘mal mit der Tür ins Haus. Gratulation zur Vertragsverlängerung. Bis wann geht’s?

Dankeschön, der neue Vertrag läuft wieder ein Jahr.

Gab es nie Zweifel an einem weiteren Engagement?

Natürlich. Wir haben uns die Saison anders vorgestellt und uns selbst hinterfragt, nachdem wir unser Ziel aufgeben mussten. Wir haben unsere Posten daraufhin angeboten und zur Verfügung gestellt, doch der Vorstand lehnte ab.

Kontinuität an der Seitenlinie hat in Rentfort Tradition, doch in den letzten Jahren verfehlte die Mannschaft stets ihr Saisonziel. Warum stehen Sie und ihr Trainerkollege Marcel Cornelissen eigentlich nie zur Disposition?

Die Frage müsste ich weiterleiten. Das Vertrauen von Seiten des Vorstands ist zweifelsfrei da. Dieser hat vor der Vertragsverlängerung mit den Jungs gesprochen und dann hieß es, dass wir weitermachen sollen.

Und in der kommenden Saison steigt Ihre Mannschaft endlich auf.

(überlegt) Das hoffen wir doch mal. Sollte das Team so zusammenbleiben haben wir gute Chancen. Sollten wir es hingegen nicht schaffen bricht die Welt auch nicht zusammen. Hier, an der Hegestraße, ist alles sehr geerdet. Großartig Geld werden wir ebenfalls nicht in die Hand nehmen. Das stünde gegen unsere Philosophie.

Apropos zusammen bleiben: Es wird gemunkelt, dass es einen personellen Aderlass in Ihrem Team geben wird.

Sicherlich. Dennis Schlichting wird nach dieser Saison für die „Dritte“ auflaufen. El-Amin Kollich wird erst einmal aufhören zu spielen und der ein oder andere Akteur wird uns sicherlich verlassen.

Das verpasste Saisonziel – der Aufstieg – haben Sie bereits angesprochen. Seit dem achten Spieltag belegen Sie „nur“ den vierten Tabellenrang. Öde, oder?

Unter dem Strich müsste man das so sehen, aber wir schauen, dass wir uns weiterentwickeln. Genau das haben wir in der Winterpause gemacht. Wir sind spielerisch und taktisch noch reifer geworden. Unser Fußball ist kein Zufall, sondern wohl überlegt. Das schönste Tor ist für mich nicht der Treffer aus 35 Meter, sondern eine gelungene und schnelle Kombination in die Spitze.

Bei 81 Gegentoren, die ihre Mannschaft bereits erzielte, waren bestimmt eine Vielzahl gelungener Kombinationen dabei. Im Schnitt trifft ihr Team 4,05 Mal pro Partie. Wie schaffen Sie es die Offensiv derart erfolgreich in Szene zu setzen?

Das ist unsere Ausrichtung. Wir wollen den Ball haben und nach vorne spielen. Das wiederum so häufig wie möglich. In der Hinrunde haben wir durch unsere Gegentore viel liegen lassen. Aber das Abwehrverhalten wurde ebenfalls besser, das Timing stimmt und nun belohnen wir uns mit unseren Siegen.