Beim TV Gladbeck heißt es: Immer wieder aufstehen
09.02.2012 | 16:03 Uhr 2012-02-09T16:03:00+0100
Gladbeck. In der Volleyball-Regionalliga gastiert das noch sieglose Tabellenschlusslicht TV Gladbeck beim VC Menden-Much. Für die Blauhemden heißt es nach 15 Niederlagen in Folge erneut aufzustehen.
„Ich erwarte nicht viel.“ Vor dem Spiel in der Volleyball-Regionalliga beim VC Menden-Much (Sa., 20 Uhr) scheint Jens Ungruhe in eine Art sportlichen Fatalismus verfallen zu sein.
Der Trainer des TV Gladbeck hat allerdings auch allen Grund dazu. Nachdem sein Team immer wieder ordentliche Leistungen zeigte, reichte es dennoch nicht zum ersten Sieg in dieser Saison. Am vergangenen Wochenende gegen Windeck war man den Punkten so nah wie noch nie in dieser Spielzeit. Aber wieder reichte es nicht.
Willebrand verletzt
Eigentlich zermürbend genug. Es folgten deprimierende Tage: Nur eine Trainingseinheit kam zustande; einmal fehlte der Coach, einmal waren nicht genug Spieler verfügbar. Dann musste sich Kapitän Dirk Willebrand verletzt melden, die große Stütze dieses Teams. „Es sieht nicht gut aus“, sagt Ungruhe und prognostiziert maximal Kurzeinsätze. Für Zuspieler Jonas Kastien ist die Saison wegen einer Augenoperation bereits jetzt komplett beendet. „Herbe Verluste“, sagt der Trainer. Dass Libero Doga Kerman, ebenfalls einer der Konstanten im Team, nicht trainierte, ist da nur noch eine Randnotiz. Ungruhe muss nun die Verbliebenen zusammenzählen: „Wir schauen, mit welchem Haufen wir dahin fahren.“
Klar, auch Menden-Much, im Hinspiel – natürlich – nur knapp 3:2 überlegen, hatte Probleme, inklusive Trainerwechsel und Niederlagenserie. Aber wer mit 14:16-Punkten auf dem Konto in die Halle kommt, wird anders auftreten, als eine nunmehr noch ruinenhafte Mannschaft mit null Zählern.
Was bleibt dem TVG? Der Glaube daran, dass man nach 15 Niederlagen vielleicht auch ein 16. Mal wieder aufstehen wird. „Manchmal, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, entwickeln sich ja gute Spiele“, sagt Ungruhe.
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