Auf Zweckel wartet ein extrem schweres Restprogramm

Der SV Zweckel - unser Bild zeigt Can Ucar - kämpft in der Oberliga ums sportliche Überleben.
Der SV Zweckel - unser Bild zeigt Can Ucar - kämpft in der Oberliga ums sportliche Überleben.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Auf den SV Zweckel, Tabellenletzter der Oberliga Westfalen, wartet ein extrem schweres Restprogramm. Das Team trifft noch auf vier Top-5-Mannschaften.

Gladbeck..  Fünf Spieltage sind in der Oberliga Westfalen noch zu absolvieren. Auf Schlusslicht SV Zweckel (20 Punkte), der sich mit dem SC Westfalia Herne (21 Punkte) ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Klassenerhalt liefert, wartet ein extrem schweres Restprogramm. Die Gladbecker treffen nämlich auf vier Mannschaften aus der aktuellen Top-5 der Liga und außerdem auf den auf Rang acht notierten SuS Stadtlohn.

Günter Appelt, der Trainer des SV Zweckel, lässt sich davon nicht großartig beeindrucken: „Wir denken von Woche zu Woche. Aufgeben wollen wir auf jeden Fall nicht. Ich bin optimistisch, dass wir auch aus diesen Spielen Punkte mitnehmen können, wenn wir alles geben. Und da denkt die Mannschaft genauso wie ich.“ Eine Ansicht, die übrigens durchaus begründet ist. In der Hinrunde holten die Gladbecker nämlich in den Partien gegen die SpVgg Erkenschwick (3:3), Westfalia Rhynern (0:0), SuS Stadtlohn (0:2), Rot-Weiß Ahlen (3:2) und gegen den SC Roland (1:1) immerhin sechs Zähler.

Weiter geht’s für Zweckel am Sonntag, 17. Mai, an der Dorstener Straße gegen die SpVgg Erkenschwick, die zurzeit den fünften Tabellenplatz belegt. Am vergangenen Sonntag kam die Mannschaft vom Stimberg gegen die TSG Sprockhövel über ein 2:2 nicht hinaus. Eine Aussage des Erkenschwicker Trainers Magnus Niemöller ließ aufhorchen. „Die Jungs sind müde im Kopf“, so der Übungsleiter des Traditionsvereins. Ungeachtet dessen hatte die Spielvereinigung in der Begegnung mit Sprockhövel ein deutliches Chancenplus. Und einmal mehr trug sich Stefan Oerterer in die Torschützenliste ein. Für den Angreifer stehen mittlerweile schon 24 Treffer zu Buche.

Herne verliert in Lippstadt

Dass der SV Zweckel in Neuenkirchen nur einen Zähler statt der anvisierten drei holte, wertete Holger Wortmann, der Trainer des SC Westfalia Herne, als motivationsfördernd für seine Mannschaft. „Es freut uns natürlich, dass wir nicht Letzter sind“, so der Coach zur Herner Ausgabe der WAZ, „das ist noch einmal eine Vorlage für uns.“

Sein eigenes Team lobte Wortmann, obwohl es am Freitag gegen den SV Lippstadt 08 mit 1:2 verloren und damit die fünfte Niederlage in Folge kassiert hatte. „Wir haben das“, so der Übungsleiter der Westfalia, „in Lippstadt wirklich gut gemacht“. Der Trainer des Gegners, Daniel Farke, habe ihm bestätigt, dass die Herner Mannschaft eine Riesenleistung gebracht habe.

In der Anfangsphase jedoch war der einzig verbliebene Konkurrent des SV Zweckel im Kampf um den Klassenerhalt überhaupt nicht im Bilde. Die Westfalia ließ jede Ordnung vermissen, die Akteure kamen eigentlich immer einen Schritt zu spät. Die Folge: Bereits nach sieben Minuten lag der Favorit aus Lippstadt nach Toren von Lars Schröder und Sven Krause mit 2:0 in Führung. Und der SC Westfalia Herne hatte auch noch Glück. Eine gute Viertelstunde war gespielt, als es einen Foulelfmeter für die Platzherren hätte geben können. Wortmann schwante in dieser Phase der Partie Böses: „Wir haben das komplett verschlafen, ich dachte: Jetzt kriegen wir eine richtige Klatsche.“

Das Herner Team ging dann aber in Lippstadt doch nicht unter. Nun trifft es auf Wortmanns Ex-Klub FC Gütersloh. Ein Vorteil? „Nein, das heißt nichts“, so Wortmann, „der Kollege spielt ein neues System, hat einige neue Spieler dabei. Entscheidender ist, dass wir nicht verlernt haben, warum wir zuletzt sieben Spiele in Folge nicht verloren hatten und dort anzuknüpfen.“