Auf keinen Fall Dingsbums
08.10.2010 | 17:44 Uhr 2010-10-08T17:44:00+0200
Gladbeck.Die Giants des TV Gladbeck sind in der Regionalliga angekommen. Die Gegner heißen nicht mehr Hamburg, Münster oder Berlin
Sondern z. Bsp. Dingden - ein Ortsteil von Hamminkeln, dessen Volleyballerinnen heute um 19.30 Uhr gegen die Giants in der Schirrmacher-Halle antreten.
Dingden, das klingt zwar irgendwie wie Dingsbums, ist es aber laut TVG-Trainer Waldemar Zaleski nicht. „Wir dürfen diesen Gegner auf keinen Fall unterschätzen“, mahnt er, „wir müssen schon gut spielen.“
Blau-Weiß Dingden hat bislang gegen Herne gewonnen und trotz guter Leistung gegen Bonn verloren, sich zudem vor der Saison mit der in der Bundesliga erprobten Leverkusenerin Stefanie Lammers verstärkt. Und verkündet auf der Vereins-Homepage die Marschroute für das Spiel in Gladbeck: „Mit Selbstbewusstsein zu den Giants.“
Aber auch den Giants selbst, dem aktuellen Spitzenreiter der Liga, mangelt es nicht an Selbstbewusstsein. Nach den ersten furiosen Siegen und einer spielfreien Woche ist ja der große Spielspaß zurückgekehrt; Zaleski kann aus dem Training „nur Positives berichten“. Nachdem manch eine Spielerin in der 2. Bundesliga noch „taktisch überladen“ wirkte, zeigten sie jetzt wieder ihren Instinkt. Und Zaleski schickt einen Satz hinterher, der neben Gladbecker Volleyballfans auch jeden Aufklärungsphilosophen glücklich werden lässt: „Die Freiheit im Kopf ist da.“ Das bedeutete in der Liga bislang: Siege.
Unter der Woche allerdings konnten die Instinkt-Giants keinen Sieg einfahren. Die Gladbeckerinnen spielten beim niederländischen Zweitligisten und mittlerweile Lieblingstestspielgegner Varsseveld vier Sätze (2:2), testeten die Aufschlagstrategie, aber vor allem Mut, Lockerheit, Risikobereitschaft. Das war okay. „Ich habe die meisten trainierten Elemente gesehen“, resümiert Zaleski. Dass es dort nicht zum Sieg reichte, lag wohl an der eher nicht alltäglichen Aufstellung: Libera Fabienne Kroos fehlte, wurde von Kapitänin Gina Gatzmanga aber sehr gut ersetzt, zudem musste Saskia Börding in der Mitte passen. Die Abwehr musste sich massiv umstellen. „Ungewöhnlich“, kommentierte Zaleski seine Aufstellung. Gegen Dingden, das übrigens mit fünf Jugendspielerinnen antreten wird, sind aber voraussichtlich wieder alle an Bord.
Somit sollten die Giants der Favorit sein. Das zeigt die Tabelle, aber auch vom Heimrecht verspricht sich der TV-Trainer einiges. In eigener Halle ist der TVG in der Regionalliga schließlich seit unzähligen Spielen ungeschlagen.
Den Gegnern verspricht Zaleski dies: „Man muss momentan schon sehr stark spielen, um gegen uns zu gewinnen.“ Dass die Gäste diesen Respekt haben, liest man auf ihrer Website: „Die Giants“, steht dort, „sind heißer Titelanwärter.“ Trotzdem verspricht Dingdens Trainer Michael Kindermann: „Wir werden frech spielen.“
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