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Auf einer Linie

18.01.2012 | 14:25 Uhr
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Fußball-Fachschaftsleiter Volker Dyba. Foto: Dirk Bauer / WAZ FotoPool

Gladbeck.   Fußball-Gladbeck macht gegen die geplante Kreisstrukturreform des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) mobil. Fachschaftsleiter Volker Dyba: „Wo vernünftige, funktionierende Strukturen bestehen, sollte man diese auch bestehen lassen.“

Fußball-Gladbeck macht gegen die geplante Kreisstrukturreform des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) mobil. „Wir sind in Gladbeck auf einer Linie“, sagt Fußball-Fachschaftsleiter Volker Dyba. Und fügt hinzu: „Wir sind alle 100-prozentig bestrebt, nicht nach Recklinghausen zu kommen.“

Dyba hatte jetzt Vertreter der Gladbecker Fußballvereine erstmals zu einem Neujahrstreffen geladen. Die Resonanz war groß, bis auf den GSK Gladbeck waren alle lokalen Klubs vertreten. Bei Schnitzel, Salat, Bier und Mineralwasser diskutierten die Funktionäre über die Kreisstrukturreform des westfälischen Verbandes, die 2013 beschlossen und 2016 umgesetzt werden soll. Statt der existierenden 33 Fußballkreise soll es diesem Plan zufolge in Westfalen künftig nur noch 26 geben, die Gladbecker Vereine sollen dann nicht mehr dem Kreis 12 (Gelsenkirchen, Gladbeck, Kirchhellen) angehören, sondern, gemäß der kommunalen Zugehörigkeit, dem Kreis Recklinghausen.

Dieses Vorhaben stößt in Gladbeck auf gar keine Gegenliebe. „Wir wollen“, betont Volker Dyba, „den Verband nicht verteufeln und sind auch nicht prinzipiell gegen die Reform. Aber wo vernünftige, funktionierende Strukturen bestehen, sollte man diese auch bestehen lassen.“

Struktur funktioniert

Der Fußballkreis 12 stellt in den Augen der Gladbecker Vereinsvertreter eine vernünftig funktionierende Struktur dar. Sportamtsleiter Dieter Bugdoll, der an dem Neujahrstreffen teilnahm, hat eine Wandtafel erstellen lassen, die eindrucksvoll zeigt, dass die lokalen Klubs als Mitglieder des Recklinghäuser Kreises künftig viel mehr Kilometer zu Auswärtsspielen zurücklegen müssten als das augenblicklich der Fall ist. Dyba: „Wir müssten den zweieinhalbfachen Weg zurücklegen. Momentan fahren wir beispielsweise in der Kreisjugendliga A im Durchschnitt zehn Kilometer, sollten wir zum Kreis Recklinghausen gehören, wären es weit über 20.“

Michael Schneider, stellvertretender Vorsitzender von Schwarz-Gelb Preußen, hat darauf hingewiesen, dass viele Eltern nicht bereit seien, permanent diese zeit- und auch kostenintensiveren Fahrten mitzumachen. „Zweimal in einer Saison nach Ückendorf, das ist noch okay“, so Schneider.

Und wie geht es nun weiter? Die Fachschaft Fußball um Volker Dyba hat Manfred Wichmann, den Vorsitzenden des Fußballkreises 12, damit beauftragt, die vom westfälischen Verband eingerichtete „Taskforce“ im Februar nach Gladbeck zu bitten.

Offenes Gespräch

Das Gespräch mit dieser „Eingreiftruppe“ soll nicht in irgendeinem Hinterzimmer stattfinden, sondern in der Öffentlichkeit. „Alle Vereinsvertreter sollen eingeladen werden“, sagt Dyba, „wir möchten auf einem vernünftigen Weg unsere Argumente darstellen.“

Der Wunsch der Gladbecker Vereine ist ein ganz simpler. „Wir möchten“, sagt Dyba, „in einem erreichbaren Umfeld Fußball spielen können.“

Thomas Dieckhoff

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