580 Euro für „Paulinchen“

Frank Wiedenhöfer, Triathlet des SV Gladbeck 13, hatte einmal mehr an Heilig Abend geladen. Knapp 50 Vereinskameraden und Freunde folgten dem Ruf des Berufsfeuerwehrmannes und begeisterten Sportlers und nahmen am Vormittag des 24. Dezember in Wittringen an der elften Auflage seines Spenden-Laufs teil. Dabei kamen 580 Euro für den Verein „Paulinchen - Initiative für brandverletzte Kinder“ zusammen.

Moderates Tempo

„Ein Trainingslauf war es jetzt nicht. Es liegt immer etwas Weihnachtliches in der Luft, wenn wir laufen und uns nachher zum heißen Apfeltee und Gebäck treffen“, berichtete Wiedenhöfer. „Inzwischen ist es ein besonderes und schönes Ritual, Heiligabend zu laufen und gleichzeitig etwas Gutes zu tun“, so Mario Lobert, Mitglied im SV Gladbeck 13 und Teilnehmer, zu der Spendenaktion.

Alle Leistungs- und Altersklassen waren am Start. Neben Cracks wie Frank Wiedenhöfer und Sabine Schön nahmen auch viele Breitensportler die Gelegenheit wahr, um im moderaten Sechs-Minuten-Tempo (pro Kilometer) – aber durchaus auch noch langsamer - auf Vorrat Speck abzubauen. Guiseppe Zuddas, ein weiterer Läufer und stellvertretender Abteilungsleiter der Triathleten des SV Gladbeck 13, genoss die entspannte Atmosphäre im Wittringer Wald. Er sagte später: „Ich habe die Gelegenheit genutzt, mit vielen einfach zu reden. Es kannten sich ja nicht alle und es war eine interessante laufende Gesprächsrunde.“

Frank Wiedenhöfer, der dieses Spendenevent mit seinen Helfern nun bereits zum elften Mal veranstaltete, zeigte sich von der Resonanz und dem Erlös des Laufs begeistert. „580 Euro muss man erst einmal zusammen bekommen. Mit dem Geld können wieder einige schwerbrandverletzte Kinder mehr ein wenig glücklicher gemacht werden.“

Inzwischen ist die Veranstaltung auf knapp 50 Läufern und einigen Fans angewachsen. Auf die Frage, warum seine Lebensgefährtin Ursula Lauf und Frank Wiedenhöfer die Aktion eigentlich nicht im Vorfeld größer ankündigen, um noch mehr Sportler zu gewinnen, sagte der Ausrichter lächelnd: „Dann haben einige von uns keinen Heiligen Abend mehr. Aber ergänzende Spenden sind herzlich willkommen.“

Ein Kilometer „kostet“ 50 Cent

Im Verlauf des Gesprächs stellte sich aber doch heraus, dass Freunde und Bekannte bei dem Spendenlauf immer willkommen sind. Und irgendwie passt das doch so richtig zu Weihnachten.

Das „Startgeld“ betrug übrigens einen halben Euro für jeden gelaufenen Kilometer. Darin waren Verpflegungsmöglichkeiten während und nach dem Lauf enthalten.