5,95 m - Drazek führt nun DLV-Jahresbestenliste an
08.09.2009 | 15:25 Uhr 2009-09-08T15:25:00+0200
Gladbeck. Seit Ende August wird sie als schnellste 100 m-Läuferin Deutschlands des Jahres 2009 in der Altersklasse W 14 geführt. Jetzt legte Annika Drazek nach - dieses Mal im Weitsprung. 5,95 m bedeuteten ebenfalls deutsche Jahresbestleistung.
Beim traditionellen Länderkampf zwischen der westfälischen Auswahl und den Niederlanden landete das Talent des TV Gladbeck bei 5,95 m. „Das war der Hammer”, jubelte TV-Trainerin Magdalena Buhl über den herausragenden Auftritts ihres 14 Jahre jungen Schützlings in Almelo.
Athletin knackt 32 Jahre alten Westfalenrekord
Um die Leistung Annika Drazeks einordnen zu können, muss man sich vergegenwärtigen, dass sie mit ihrem Satz den seit 32 Jahren (!) bestehenden Westfalenrekord um sechs Zentimeter verbessern konnte. Drazeks persönliche Bestmarke lag bisher bei 5,54 m. Mit einer derartigen Leistungsexplosion hatte Magdalena Buhl nicht gerechnet: „Eine Weite von 5,60 oder 5,70 m, dass Annika so etwas kann, das wusste ich.”
Der Weitsprung-Wettbewerb begann für Annika Drazek vielversprechend. 5,30 m schaffte sie im ersten Versuch. Dann folgte der zweite Versuch, „bei Top-Voraussetzungen”, so Magdalena Buhl. Es herrschten gerade noch zulässige 2,0 m/Sek. Rückenwind, Drazeks Anlauf passte, sie traf den Balken optimal - und landete bei 5,95 m. Auch der dritte Versuch war klasse wie die Weite von 5,68 m beweist.
Einladung ins Fair-Play-Camp
Noch in Almelo erhielt Annika Drazek die Einladung, in den Herbstferien an dem fünftägigen Fair-Play-Camp des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Saarbrücken teilzunehmen.
Auch im Sprint konnte Annika Drazek in den Niederlanden überzeugen. Über 80 m gewann sie in 9,84 Sek., die westfälische Sprintstaffel mit Drazek und ihrer Vereinskameradin Svenja Specowius sicherte sich in 38,86 Sek. gleichfalls den ersten Rang.
Specowius wird Zweite
Viele Punkte für Westfalen holte auch Svenja Specowius, die über 80 m Hürden in persönlicher Bestzeit von 12,14 Sek. den zweiten Platz belegte und nur um 3/100 Sekunden Rang eins verpasste. Dreispringer Lars Schlüter erwischte nicht seinen allerbesten Tag und erreichte in seinem einzigen gültigen Versuch 10,34 m.
Jonathan Franze (TV Gladbeck), der ebenfalls für die westfälische Auswahl nominiert worden war, musste seinen Start infolge einer Fußverletzung absagen.
0mitdiskutieren