Kein Spiel: Verdacht auf Schweinegrippe
Die Lichter in der Iserlohner Hemberghalle blieben Samstagabend aus, die Schalker Basketballer waren erst gar nicht angereist. Der Absagegrund war ein ungewöhnlicher und einmalig in der Basketball-Geschichte: Verdacht auf Schweinegrippe.
Um 15.30 Uhr am Spieltag bekam Iserlohns Manager Michael Dahmen einen Anruf von seinem Schalker Kollegen Boris Liebing, dass bei fünf Spielern seiner Mannschaft Verdacht auf Schweinegrippe vorläge, und er nicht sagen könne, ob nicht noch weitere Verdachtsfälle hinzukämen. Im näheren Umfeld der Spieler hatten sich Verdachtsfälle auf Schweinegrippe bestätigt.
Gemeinsam wurde beratschlagt, was zu tun wäre, weil man vom Westfälischen Basketballverband keine Anweisungen bekam: „Wir haben den Spielleiter Rüdiger Grund versucht, per Mails und Mailbox zu erreichen, aber merkwürdigerweise hat der nicht geantwortet”, wunderte sich Dahmen über das Verhalten des Funktionärs.
Also beschlossen beide Vereine nach Rücksprache mit ihren Vereinsärzten und Physiotherapeuten, die Partie kurzerhand abzusagen. „So weit ich weiß, ist dies ein Präzedenzfall, mir ist jedenfalls kein vergleichbares Ereignis bekannt”, so Boris Liebing. Die fünf Spieler haben sich unverzüglich zu Tests ins Krankenhaus begeben und müssen nun abwarten, ob sich der Verdacht bestätigt. Am vergangenen Mittwoch waren bei einigen Akteuren Symptome wie Fieber und Erbrechen aufgetreten und hatten sich schnell verbreitet. „Wir müssen jetzt abwarten, was die Ärzte sagen”, wartet auch der Schalke-Manager auf die Ergebnisse der Tests. Zum Glück haben die Schalker nun erst einmal ein spielfreies Wochenende.












