Zwischen U19 und Profis – zwischen Himmel und Hölle

Jetzt sind Sie Deutscher A-Jugendmeister, herzlichen Glückwunsch. Was ist das für ein Gefühl?

Sané: Es war ein geiler Abend, ich freue mich, dass wir den Meistertitel geholt haben. Es war ein großer Traum von mir und wirklich eine klasse Leistung von der Mannschaft.

Sie standen nicht in der Startelf, sind nach einer halben Stunde ins Spiel gekommen. Hat Sie das überrascht?

Nein, es war abgesprochen, dass ich erst in der 2. Halbzeit komme, weil ich am Samstag in Hamburg ja schon 60 Minuten gespielt habe. Am Anfang lief es bei uns ja leider nicht so gut und dann hat der Trainer mich gefragt, ob es schon vorher geht. Ich habe gesagt, kein Problem, können wir machen. Ich war bereit und wollte der Mannschaft helfen.

Zuletzt haben Sie ausschließlich bei den Profis trainiert und auch gespielt. War es schwierig, sich an die U19 zu gewöhnen?

Nein, gar nicht. Ich war oft beim Training, auch bei den Spielen habe ich immer zugeguckt. Ich treffe mich mit vielen Spielern auch privat, der Kontakt ist sehr gut. Deshalb war es einfach für mich. Ich war heiß darauf, zu spielen.

Innerhalb weniger Tage haben Sie beide Facetten des Sports kennengelernt. Den Fan-Aufstand bei den Profis, jetzt sind Sie Deutscher Meister mit der U19.

Das ist nicht leicht. Leider steht die Europa League bei den Profis ja noch auf der Kippe. Ich musste das alles sacken lassen, dann umschalten, mich auf die U19 konzentrieren und alles reinschmeißen. Ich wollte diesen Titel unbedingt.

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