Zweite Chancen für SC Hassel und Viktoria Resse

Gelsenkirchen.. Der Klassenerhalt der SG Wattenscheid 09 in der Regionalliga West und der Rückzug des VfB Hüls aus der Oberliga haben weitreichende Folgen bis in die Bezirksligen. Auch für die Gelsenkirchener Klubs. So würde ein zweiter Tabellenplatz zum Abschluss der Saison sowohl dem SC Hassel in der Westfalenliga, als auch Viktoria Resse in der Bezirksliga das Tor zu einer Aufstiegsrelegation öffnen.

Wattenscheid 09 bleibt Regionalligist, nur die Sportfreunde Siegen müssen in die Oberliga Westfalen absteigen, aus der aber zwei Teams in die Regionalliga aufrücken. Dadurch fehlt der Oberliga Westfalen eine Mannschaft, die im Anschluss an die Saison durch ein Relegationsspiel zwischen dem Tabellenzweiten der Westfalenliga 1 und dem Vizemeister der Westfalenliga 2 ermittelt wird. Große Jubelstürme löst das beim Tabellenvierten SC Hassel freilich nicht aus. Die Aussicht auf Platz zwei ist bei sechs Punkten Rückstand und nur noch drei zu spielenden Partien eher theoretischer Natur.

Deutlich realistischer ist da schon die Lage für den Bezirksliga-Zweiten Viktoria Resse. Sollte das Conradi-Team die Meisterschaft in der Staffel 11 verpassen (ein Punkt Rückstand auf Westfalia Gemen), hätten die Gelb-Schwarzen die Möglichkeit, in einer Relegationsrunde die Qualifikation für die Landesliga zu schaffen. In dieser Relegation werden die Vizemeister der zwölf Bezirksliga-Staffeln in zwei K.O.-Runden insgesamt drei Aufstiegsplätze ausspielen. In der ersten Runde müsste Viktoria Resse am 18. Juni um 18 Uhr auf neutralem Platz gegen den Vizemeister der Staffel 9 antreten. Als mögliche Gegner kommen nur Arminia Marten und Teutonia SuS Waltrop in Frage, die mit großem Vorsprung punktgleich an der Tabellenspitze stehen. Im Erfolgsfall müsste Resse dann am 21. Juni (15 Uhr) auch das zweite Relegationsspiel gewinnen. Gegner wäre dann der Vizemeister der Bezirksliga 7 oder 8.

„Wir setzen alles daran, die Saison als Meister zu beenden“, sagt Frank Conradi. Der Trainer von Viktoria Resse ergänzt: „Sollten wir aber in die Relegation müssen, würden wir die Sache sehr ernst nehmen.“ Die Relegation hätte für einen Großteil der Resser Mannschaft böse Nebenwirkungen. Denn die Spieltermine kollidieren mit der geplanten Abschlussfahrt nach Mallorca. „Wir haben noch nicht darüber gesprochen, was wir dann machen. Aber meine Spieler müssten die Fahrt dann wohl absagen“, so Conradi.