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Zu großer Druck

24.10.2007 | 23:10 Uhr

Wolfgang Heil ist nicht mehr Trainer des SV Hessler 06. "Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt", sagt Vorsitzender Rainer Konietzka. Nach der Saison hätte er sowieso aufgehört

FUSSBALL BEZIRKSLIGA 13 Der Tiefpunkt war am vergangenen Sonntag erreicht. Der von vielen zu den Favoriten gestempelte SV Hessler 06 verlor beim SC Weitmar 45 mit 0:11. Es war die achte Niederlage im zehnten Saisonspiel der Fußball-Bezirksliga 13. Und was nach dieser deprimierenden Niederlage gemutmaßt wurde, trat am Dienstagabend ein. Der SV Hessler 06 und Trainer Wolfgang Heil gehen ab sofort getrennte Wege.

"Wir mussten uns trennen. Aber der Vorschlag kam von Wolfgang Heil selbst", sagt Rainer Konietzka, der Vorsitzende des Klubs. "Er war entschlossen. Und wer ihn kennt, der weiß, dass er auch dabei bleibt." Einfach fiel die Trennung bei einer Sitzung mit Trainer und Vorstand allen Beteiligten aber dennoch nicht. "Wolfgang Heil war fast sieben Jahre hier Trainer. Er war sehr beliebt und hatte viele Freunde", sagt Rainer Konietzka. "Es ist uns nicht leicht gefallen. Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt, in sehr gutem."

Im Anschluss an die Sitzung haben sich einige Spieler "mit Tränen in den Augen vom Trainer verabschiedet", wie Rainer Konietzka sagt. Der Vorsitzende ist sich sicher, dass der SV Hessler 06 noch den Klassenerhalt schaffen wird. "Jetzt sind die Spieler gefordert. Die Mannschaft ist gut, die Spieler haben Klasse", sagt er. Als Nachfolger von Wolfgang Heil soll ein namhafter Trainer engagiert werden. Die Entscheidung könne aber erst Anfang kommender Woche fallen. Im nächsten, sehr wichtigen Heimspiel am Sonntag gegen den SC Union Bergen wird Markus Kostrzewa, der Trainer der Reserve, das Team betreuen.

Nicht einfach war die Trennung auch für Wolfgang Heil, aber er sagt: "Der Druck von außen wurde zu groß. Es sind zu viele Umstände zusammengekommen. Nach sieben Jahren geht auch ein wenig die Autorität verloren. Und ich möchte nicht, dass Hessler absteigt. Ich hänge wirklich nicht an meinem Stuhl. Diese Lösung war die letzte Rettung." Und ein Fingerzeig in Richtung Spieler: "Wer's jetzt nicht begreift, dann weiß ich auch nicht mehr. Das Alibi ist beseitigt, um neue Motivation zu haben. Vielleicht identifiziere ich mich mehr mit dem Verein als einige Spieler."

Zum Vorsitzenden hat Wolfgang Heil nach wie vor ein gutes Verhältnis. Und falls er gefragt werden sollte, werde er auch "mit Rat und Tat zur Seite stehen", wie Heil sagt. "Es war zwar kein schöner Abgang, aber es war insgesamt eine gute Zeit. Ich möchte sie nicht missen. Ich werde Hessler trotzdem treu bleiben."

Von Stefan Andres


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