YEG Hassel lässt zwei Punkte liegen

Marl..  YEG Hassel machte es dem FC Schalke 04 nach. Auch der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga musste sich an diesem Wochenende zum zweiten Mal hintereinander mit einem torlosen Remis begnügen. Ein Ergebnis, mit dem Trainer Halit Hoyladi nach der Partie beim Tabellenvierten TuS 05 Sinsen nicht zufrieden war. „Nach dem Spielverlauf war mehr drin für uns“, meinte er. „Wir haben sehr gute Tormöglichkeiten und damit zwei Punkte liegen lassen.“

Der Spieltag begann für die Hasseler an der Schulstraße in Marl mit einem Dämpfer. Kadir Mutluer, der einzige Torschütze des Hinspiels, stellte beim Aufwärmen fest, dass die Wade derartige Probleme bereitete, die einen Einsatz von Anfang an nicht ermöglichten. Der Routinier kam erst nach einer Stunde als möglicher Joker ins Spiel.

Aber auch ohne Kadir Mutluer gaben die Hasseler in Sinsen klar den Ton an. „Wir waren der Herr im Hause, was jedoch fehlte, waren die Tore“, merkte Halit Hoyladi an. Entsprechende Möglichkeiten vergaben Ismail Viran, Ali Serhan, Emre Köksal und vor allem Ridvan Güleryüz. Die Gastgeber hatten bedeutend weniger zu bieten. Hikmet Öztürk zwischen den YEG-Pfosten bekam weniger zu tun, als er wahrscheinlich selbst erwartet hatte.

„Von der Sinsener Mannschaft bi ich enttäuscht“, teilte Halit Hoyladi mit. „Immerhin hat auch sie noch gewisse Ambitionen. Aber ich habe nicht feststellen können, dass sie gegen uns mehr als einen Punkt holen wollten. Obwohl wir dieses Spiel eigentlich gewinnen mussten, kann auch dieser eine Punkt für uns noch Gold wert sein.“

Das 0:0 gegen Stuckenbusch und das 0:0 in Sinsen sieht Halit Hoyladi in der Summe positiv. „Wir haben zwar jetzt zum dritten Mal in Folge nicht gewinnen können, aber wir haben es geschafft, zwei Verfolger auf Distanz zu halten.“ Die Lage im Kampf um den Aufstieg in die Westfalenliga sieht er angesichts eines Sieben-Punkte-Vorsprungs weiterhin recht entspannt: „Ich bleibe dabei: Wir haben alles selbst in der Hand. Jetzt folgen gegen den SV Dorsten-Hardt und beim SV Gescher allerdings zwei Spiele, die wir unbedingt gewinnen sollten.“