YEG Hassel feiert und singt „Birakin gelsin Westfalenliga“

Hassels Emre Köksal (re.) hatte am Sonntag in einigen Kopfballduellen das Nachsehen.
Hassels Emre Köksal (re.) hatte am Sonntag in einigen Kopfballduellen das Nachsehen.
Foto: FUNKE Foto Services

Hassel..  Das Spiel zwischen YEG Hassel und dem SV Mesum lief schon einige Minuten, als sich viele Zuschauer noch vor dem Stadion Lüttinghof aufhielten. Sie hatten Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu finden. Es waren gut 500 Besucher am Sonntag zur Aufstiegsfeier gekommen, verbunden mit eben jenem Spiel gegen den SV Mesum, das YEG Hassel mit 1:2 verlor – erst die zweite Niederlage dieser Saison, die erste Heimniederlage.

Schon seit einer Woche steht fest, dass YEG in der nächsten Saison Westfalenligist sein wird. „Westfalenliga“ stand auf den T-Shirts geschrieben, die die Spieler und die Vereinsvertreter trugen. Heißt: „Die Westfalenliga kann kommen.“ Die Zuschauer hatten freien Eintritt, vor der Grillbude herrschte Hochbetrieb, Speisen und Getränke gingen als Dankeschön für eine super Saison auf den Verein.

Sämtliche Teams der Jugendabteilung waren gekommen, die Kleinsten liefen mit den Spielern vor dem Anstoß ein. Auch die zweite Mannschaft, die in der Kreisliga A um Punkte spielt, schaute sich das Spiel an. „Wir sind eine Einheit, ein starker Verein“, sagte Pressesprecher Baris Aydin und wies darauf hin, dass die Vereinsmitglieder an drei verschiedenen Standorten spielen und trainieren müssen. „Das ist sehr ärgerlich“, sagt Aydin.

Witali Ganske mit einem Doppelpack

Auf dem Feld lief bei YEG in dieser Saison schon deutlich mehr zusammen. Enes Kaya vergab in der Anfangsphase nach starker Vorarbeit von Kadir Mutluer die Riesenchance zur Führung und die Tore in Durchgang eins erzielte der SV Mesum. Witali Ganske war in der 27. und 31. Minute zur Stelle, es stand 2:0. Ali Serhan hatte anschließend noch die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, schoss aber am Tor vorbei. Zur Halbzeit dröhnte es aber trotzdem der Queen-Hit aus den Boxen: „We are the Champions.“ Nach dem Seitenwechsel war YEG zwar spielbestimmend, doch Ali Serhan gelang nach 69 Minuten nur noch das 1:2.

Das Sportliche rückte an diesem Sonntag aber ausnahmsweise in den Hintergrund. Denn nach dem Abpfiff sollte die Aufstiegsparty dann richtig steigen: Live-Musik, Bauchtanz, sogar ein kleiner Auto-Korso durch Hassel. „Ein bisschen wie bei einer türkischen Hochzeit“, sagte Baris Aydin. Nur das der Grund war eben ein anderer: „Birakin gelsin Westfalenliga“ – „Die Westfalenliga kann kommen“.