YEG Hassel bleibt auf Aufstiegskurs

Enes Kaya (l.) im Zweikampf mit Stuckenbuschs Daniel Schleume.
Enes Kaya (l.) im Zweikampf mit Stuckenbuschs Daniel Schleume.
Foto: Thomas Schmidtke

Hassel..  Der YEG-Pot ist noch nicht ganz geknackt, der Aufstieg in die Westfalenliga noch nicht in trockenen Tüchern. Doch mit diesem 0:0 im Spitzenspiel gegen die Sportfreunde Stuckenbusch hat YEG Hassel den nächsten großen Schritt in Richtung des Saisonziels gemacht. Der Vorsprung auf Stuckenbusch bleibt bei neun Punkten. „Wir haben es selbst in der Hand. Das ist das Gute“, sagte YEG-Trainer Halit Hoyladi nach dem Spiel. Hoyladi war mit dem Ergebnis zufrieden und bemerkte: „Ich habe nur eine Mannschaft gesehen, die hier gewinnen wollte, uns das waren wir.“

Hassel fehlen vier Leistungsträger

Den Willen zu siegen, kann man den Sporfreunden Stuckenbusch sicher nicht absprechen. Doch YEG Hassel war in der Tat näher dran an den drei Punkten. Ismail Viran, der Hasseler Stürmer, vergab gleich zwei gute Chancen. Hoyladi fand dennoch lobende Worte für Viran. „Wie er gearbeitet hat, das verdient Respekt. Sowieso muss ich meinem Team ein großes Kompliment machen. Wir mussten vier Leistungsträger ersetzen und haben das Spiel trotzdem bestimmt.“ Keine Frage, mit Danny Schnell, Emre Köksal, Ali Serhan und Faruk Gülgün fehlten Hoyladi vier ganz wichtige Spieler.

Beide Mannschaften standen sehr tief, keine wollte den ersten Fehler mit Folgen machen. Und als ein Stuckenbuscher Verteidiger nach zehn Minuten ausrutschte und Ismail Viran mit dem Ball am Fuß aufs Tor lief, wäre dieses Konzept beinahe früh geplatzt. Doch Viran legte sich den Ball zu weit vor, Stuckenbuschs Torwart Kevin van Holt war zur Stelle.

Erst nach 20 Minuten kam Stuckenbusch zum ersten Mal in die Nähe des Tores von YEG-Keeper Hikmet Öztürk. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld köpfte Mirko Eisen den Ball aufs kurze Eck, doch Hikmet war zur Stelle. Die Recklinghäuser wurden jetzt stärker, YEG ließ dem Gegner zu viel Raum. Die Hasseler Abwehr stand aber gut, sodass es bis zur Halbzeit keine Torchancen mehr gab.

Nach dem Seitenwechsel war YEG Hassel dann wieder die Mannschaft, die besser begann. Nach einer scharfen Flanke von der linken Seite rettete Stuckenbuschs Christoph Maass in höchster Not zur Ecke. Als Ismail Viran nach einer guten Stunde aus 25 Metern abzog, wurde es laut im Stadion Lüttinghof. Der Ball senkte sich hinter Torwart van Holt, ging dann aber doch knapp über das Tor. Es war die beste Chance des Spiels.

YEG hatte jetzt die Spielkontrolle vollständig übernommen, Kapitän Kadir Mutluer dirigierte seine Mitspieler lautstark und fand Gehör. Enes Kaya, Ali-Can Ciloglu und Burak Arlat hatten immer wieder gute Offensivaktionen. Die Viererkette der Stuckenbuscher stand aber auch sehr gut, die ganz dicken Torchancen blieben somit aus.

YEG macht aus Standards zu wenig

Ismail Viran versuchte es nach 80 Minuten zwar noch einmal aus der Distanz, doch wieder war ein Abwehrbein dazwischen, es gab Ecke. Überhaupt hatte YEG im zweiten Durchgang eine Vielzahl von Standardsituationen in der gegnerischen Hälfte. Hier ein langes Bein, da ein Trikotzupfer. Schiedsrichter Dominic Tillmann sah alles und war am Ostermontag der vielleicht beste Mann auf dem Feld.

Doch auch aus den Standards machte YEG Hassel zu wenig. Glück hatte der Spitzenreiter dann kurz vor Schluss, als Mirko Eisen den Ball aus zehn Metern mit der Picke schoss und wohl nicht richtig traf. Öztürk hatte jedenfalls keine Probleme, den Ball abzuwehren.

So blieb es beim 0:0. Ein Ergebnis, mit dem YEG Hassel auf jeden Fall besser leben kann als der Verfolger, der sich nur mit einem Dreier wieder ins Gespräch für die Westfalenliga hätte bringen können.