Wir dürfen jetzt keine zehn Prozent zurückschalten

Die Rückrunde der Westfalenliga läuft gut für die Fußballer des SV Horst 08 um Trainer Jörg Krempicki. Gegen die Spitzenteams SC Hassel, DSC Wanne-Eickel und den TSV Marl-Hüls gelangen drei überraschende Siege. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist auf sieben Punkte angewachsen.

1 Der SV Horst 08 ist die viertbeste Rückrunden-Mannschaft. Wie erklären Sie sich das nach der enttäuschenden Hinrunde?

Krempicki: Die Mannschaft hat in der Hinrunde einen wichtigen Prozess durchlaufen. Sie hat dazu gelernt und lässt sich mittlerweile nicht mehr so leicht durch negative Erlebnisse aus der Bahn werfen. Ein anderer Grund ist die Vorbereitung. Wir haben 43 Trainingseinheiten in acht Wochen durchgezogen. Das macht sich bezahlt, besonders in den letzten Minuten eines Spiels.

2 Was muss die Mannschaft tun, um die letzten Zweifel am Klassenverbleib auszuräumen?

Wir neigen in den letzten Jahren immer dazu, einen Vorsprung leichtfertig aus der Hand zu geben. Da müssen wir höllisch aufpassen, dürfen keine zehn Prozent zurückschalten. Unsere Stärke ist die Physis.

3 Was muss der SV Horst 08 in der neuen Saison anders machen?

Vieles müssen wir gar nicht anders machen. Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Spieler, die mir am Herzen liegen, weil sie aus der eigenen Jugend kommen, haben alle schon ihre Zusage für eine neue Saison gegeben: Cengelcik, Nowitzki, Krempicki, Berberoglu, Isleyen, Köstekci und Fölting. Darüber hinaus haben auch schon Jose Castillo und Daniel Schmitz verlängert.