Wie die Bayern ins Halbfinale

Foto: Joachim Kleine-B

Ahlen..  Kann sein, dass die U19-Fußballer des FC Schalke 04 am Dienstagabend ganz genau hingeschaut haben, als der FC Bayern München den FC Porto in der Champions League mit 6:1 abgefiedelt hat. Der Knappen-Nachwuchs brannte einen Tag danach ebenfalls in der ersten Halbzeit ein wahres Feuerwerk an schnellen Kombinationen ab. Er siegte im Viertelfinale des Westfalenpokals bei RW Ahlen mit 5:1. Zur Halbzeit hatte es wie in München bereits 5:0 gestanden.

Ahlen völlig chancenlos

„Unsere Mannschaft hat gegen einen starken Gegner deutlich souveräner agiert als eine Runde zuvor beim 2:1-Sieg in Kaiserau, wo wir kurz vor dem Ausscheiden standen“, meinte Schalkes Trainer Norbert Elgert. Die Ahlener, in der Westfalenliga an zweiter Stelle notiert, waren gegen die im positiven Sinne aggressiven Gäste aus Gelsenkirchen von Anfang an chancenlos. Christian Sivodedov (18.), Hendrik Lohmar (20.), Oktawian Skrzecz (34.) und Fabian Reese mit einem Doppelpack (40., 42.) sorgten bis zur Pause für klare Verhältnisse.

In Erwartung des sicheren Sieges nahm Norbert Elgert in der zweiten Halbzeit einige Auswechselungen vor, um zuletzt arg beanspruchte Leistungsträger im Hinblick auf die nächsten Aufgaben zu schonen. Darunter litt zwar der Spielfluss, aber das nahm Schalkes Coach bei diesem Zwischenstand in Kauf. Und auch das Ahlener Ehrentor durch einen von Jannik Stoffels verursachten und von Janik Bohnen verwandelten Foulelfmeter störte ihn nicht sonderlich (89.). „Unser Auftritt war insgesamt sehr in Ordnung“, lobte Norbert Elgert. „Die Jungs haben die richtigen Lehren aus dem Kaiserau-Spiel gezogen.“

Im Halbfinale des Westfalenpokals müssen die Schalker beim ebenfalls in der Bundesliga spielenden VfL Bochum antreten. Die Partie findet vielleicht schon am kommenden Mittwoch statt, vielleicht aber auch erst sieben Tage später. „Englische Wochen sind in unserer Situation eher kontraproduktiv“, sagt Norbert Elgert angesichts der Doppelbelastung in der Bundesliga und im Pokal. „Wir haben nicht vor, den einen Wettbewerb zugunsten des anderen sausen zu lassen.“