Westfalia 04 steigt in die Bezirksliga auf

Westfalia 04 ist Bezirksligist. Die Bismarcker setzten sich in der Relegation gegen die DJK Wattenscheid durch.
Westfalia 04 ist Bezirksligist. Die Bismarcker setzten sich in der Relegation gegen die DJK Wattenscheid durch.
Foto: Heinrich Jung

Bismarck..  Westfalia 04 Gelsenkirchen ist Bezirksligist. Das Team von Trainer Holger Gehrmann gewann das Relegations-Rückspiel gegen die DJK Wattenscheid mit 5:2 nach Verlängerung und krönte eine lange Saison im vierten Zusatzspiel mit dem Aufstieg. 800 Zuschauer sahen am Trinenkamp eine turbulente Partie, die erst nach 122 Minuten entschieden war.

„Dieses letzte Spiel war das Spiegelbild der kompletten Saison. Ein einziges Auf und Ab“, erklärte Holger Gehrmann. Der scheidende Trainer der Westfalia hatte an der Seitenlinie ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Wie sooft schon in dieser Saison. Emotionen setzte das Spiel beim Trainer schon nach zwei Minuten frei. Fabian Panchoo hatte schon bei der ersten Chance das 1:0 auf dem Fuß, doch der Offensivmann scheiterte aus kurzer Distanz an Wattenscheids Keeper Jarek Matera. Auch die zweite Chance gehörte den Bismarckern. Der Torabschluss von Furkan Madenci war nach einem Konter in der elften Minute aber zu schwach. Matera parierte sicher.

Rückstand nach einem Eckball

Wattenscheid brachte seine Offensive erstmals in der 14. Minute in Stellung. Niklas Zacharias klärte noch mit einer beherzten Grätsche zur Ecke. Im direkten Anschluss erlebten die Gelsenkirchener dann ihr Déjà-vu. Den scharf in den Fünfmeter-Raum geschlagenen Eckball vollendete Daniel Wolf zur Wattenscheider Führung. Die DJK hatte schon im Hinspiel zweimal nach einer Ecke getroffen. Gehrmann schlug an der Seitenlinie die Hände über dem Kopf zusammen: „Das darf doch nicht wahr sein.“ Wirklich beeindrucken konnte der Gegentreffer die Westfalia aber nicht. Schon in der 26. Minute lag der Ausgleich in der Luft. Erst scheiterte Christopher Krämer mit einem Schuss am Keeper, im Nachsetzen köpfte Furkan Madenci den Ball an den Pfosten. Neun Minuten später durften die Bismarcker dann endlich jubeln. Fabian Panchoo schloss ein herrliches Solo mit einem noch herrlicheren Schuss in den Winkel ab. Mit dem 1:1 verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel kippte das bis dahin ausgeglichene Kräfteverhältnis. Die Westfalia ergriff die Initiative, die Frequenz gefährlicher Angriffe nahm spürbar zu und Wattenscheid hatte reichlich damit zu tun, den Gegner aus der Gefahrenzone zu halten. Zweimal kamen die Gäste knapp davon: in der 56. Minute verpassten nach einem Eckball gleich drei Gelsenkirchener den Ball, zwei Minuten später klärte ein Abwehrspieler einen Torschuss von Furkan Madenci auf der Torlinie.

Aufhalten ließen sich die Bismarcker aber nicht. Nach einem Eckball nickte Christian Frühling den Ball am langen Pfosten zum 2:1 über die Linie, nur drei Minuten später fiel sogar das 3:1. Fatih Yilmaz hatte einen Freistoß aus 20 Metern in den Knick gesetzt. Das hätte die Entscheidung sein können, wenn Christian Frühling in der 72. Minute nicht ein folgenschwerer Fehler unterlaufen wäre. Der Abwehrmann vertändelte den Ball und Bernd Paul rettete Wattenscheid mit dem 2:3 in die Verlängerung.

In der Extraspielzeit konnte die Westfalia ihre konditionellen Vorteile ausspielen. Beim 4:2 in der 100. Spielminute half der Gegner zudem noch tüchtig mit. Die Flanke von Hayrettin Celik hatte Wattenscheids Keeper Jarek Matera schon sicher gefangen. Er prallte im Anschluss jedoch mit einem Mitspieler zusammen und ließ den Ball fallen. Valentin Zimmermann musste nur noch den Fuß hinhalten. Die Entscheidung fiel erst in der letzten Szene des Spiels: Christopher Krämer schloss in der 122. Minute einen Konter zum 5:2-Endstand ab.