Westfalia 04 prüft Erles Superserie

Nach dem 5:1 gegen Genclerbirligi Resse wartet auf Westfalia 04 mit dem Erler SV 08 die nächste Aufgabe im Kampf um den Bezirksliga-Aufstieg.
Nach dem 5:1 gegen Genclerbirligi Resse wartet auf Westfalia 04 mit dem Erler SV 08 die nächste Aufgabe im Kampf um den Bezirksliga-Aufstieg.
Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen..  Der Erler SV 08 und Westfalia 04 lechzen danach, in den überkreislichen Fußball zurückzukehren. Die Erler spielten zuletzt in der Saison 2008/09 in der Bezirksliga, die Bismarcker in der Saison 2005/06. Für einen der Klubs wird die lange Wartezeit am Sonntag ein Ende haben. Die beiden Kreisliga-A-Staffelmeister ermitteln ab 16 Uhr auf der Sportanlage Schürenkamp in Schalke den besten Kreisligisten des Fußballkreises Gelsenkirchen. Der Sieger dieses Entscheidungsspiels steigt in die achthöchste Spielklasse auf. Aber auch der Verlierer muss die Bezirksliga noch nicht abschreiben. Er bekommt in zwei Spielen gegen die DJK Wattenscheid eine weitere und letzte Chance.

Sahnehäubchen für Erler SV 08

Dass der Druck nicht ausschließlich auf der Partie gegen den Erler SV 08 lastet, empfindet Westfalias Trainer Holger Gehrmann als vorteilhaft. „Wir sind, egal wie es am Sonntag ausgeht, für die Finalspiele qualifiziert. Aber die Jungs können bereits an diesem Sonntag Geschichte schreiben und aus einer Super-Super-Saison eine Mega-Saison machen. Was jetzt noch kommt, ist ein Sahnehäubchen.“

Die Bismarcker treten mit jenem Rückenwind an, den sie durch den 5:1-Sieg im Entscheidungsspiel gegen Genclerbirligi Resse um den Meistertitel in der Staffel 2 erhalten haben. „Dass wir uns in dieser Begegnung gegen einen so starken Gegner so souverän durchsetzen würden, hätte auch ich nicht gedacht“, sagt Holger Gehrmann. „Es passte bei uns am Mittwochabend alles. Mit dem Gesamtauftritt war ich sehr zufrieden.“

Jetzt richtet er sein Augenmerk ganz auf die Grün-Weißen aus Erle. Dass der ESV 08 in dieser Saison noch kein einziges Meisterschaftsspiel verloren hat, nötigt ihm Respekt ab, aber chancenlos sieht er sein Team deshalb nicht. „Das am Sonntag wird ein ganz anderes Spiel“, betont Holger Gehrmann. „Das ist ein Endspiel. Da gelten andere Parameter. Wir haben eine Chance, und die wollen wir nutzen. Wir sind gut vorbereitet.“ Personelle Ausfälle hat er nicht zu beklagen.

Die Erler müssen weiterhin ohne den am Knie verletzten Torjäger Marco Fobo auskommen. Aber die Qualität des Kaders ist groß genug, um diesen Ausfall einigermaßen kompensieren zu können. „Wir sind alle heiß, wir wollen bereits am Sonntag alles klar machen und die Saison krönen“, kündigt ESV-Trainer Rüdiger Kürschners an. Es wäre in der Tat extrem bitter, wenn seine Mannschaft nach 26 Siegen und vier Unentschieden aus 30 Spielen auf den letzten Metern straucheln würde.

Defensive soll es richten

Die Erler setzen auch gegen den Nachbarn aus Bismarck auf ihre starke Defensive, die in den 30 Spielen nur 19 Gegentreffer zuließ. Aber sie sind auf alles generalstabsmäßig vorbereitet, auch für den Fall, dass es am Sonntag schief gehen sollte. Die Erler haben in den vergangenen Tagen nämlich nicht nur Westfalia 04, sondern auch die DJK Wattenscheid unter die Lupe genommen. Und: Die Mallorca-Abschlussfahrt beginnt erst am 2. Juli.

Rüdiger Kürschners erwartet, dass gegen Westfalia 04 Gelsenkirchen auch die Nerven eine große Rolle spielen werden. Auch da sieht er sein Team durchaus gut gewappnet. „Wir sind zwar ungeschlagen geblieben, mussten aber einige Male einen Rückstand aufholen“, sagt er rückblickend. „Die Mannschaft hat stets einen unbändigen Willen gezeigt, sie wollte trotz des großen Punkte-Vorsprungs, den sie sich erarbeitet hat, kein Spiel verlieren.“ Sollte dieser unbändige Wille auch an diesem Sonntag eine Niederlage des traditionsreichen Klubs verhindern, wäre das Erler Forsthaus in der neuen Saison wieder auf der überkreislichen Fußball-Landkarte zu finden.