Wenn ein Traum sich nicht erfüllt

Träumen ist erlaubt, gerade im Sport, denn dort erfüllen sich die Träume tatsächlich manchmal.

Dies ist aber immer nur dann der Fall, wenn ein David einem Goliath mal auf dem Fußballplatz, dem Tennisplatz oder auf der Tartanbahn ein Bein stellen kann. Im Sport geht es aber immer mehr um Geld, gerade im Profibereich. Und wenn das Geld ins Spiel kommt, hören der Spaß und das Träumen leider auf.

Gerade bei der Tour de France - dem größten Radrennen der Welt - geht es in erster Linie um Geld. Düsseldorf hat es sich angeblich eine zweistellige Millionensumme kosten lassen, den Tour-Start in die Stadt zu holen.

Gelsenkirchen war nicht bereit, Geld für die Tour zu zahlen. Eine richtige Entscheidung, denn der Sportetat der Stadt ist dünn genug. Es gibt jede Menge Aufgaben, die mit dem schmalen Etat zu erledigen sind. Das Geld einem Profi-Unternehmen wie der Tour in den Rachen zu werfen, gehört nicht zu den Aufgaben eines städtischen Sportetats.

Da sich auch keine privaten Geldgeber gefunden haben, rauscht die Tour an Gelsenkirchen vorbei. Schade für alle Radsportfreunde, aber der lokale Sport hat sicherlich schon größere Niederlagen erlebt.