Viktoria Resse strauchelt erneut

Resse..  Viktoria Resse trifft in der Fußball-Bezirksliga auf dem eigenen Platz am Emscherbruch nicht mehr ins gegnerische Netz. Nach dem 0:0 gegen Vorwärts Epe und der überraschenden 0:1-Niederlage gegen den SV Lippramsdorf musste sich der Spitzenreiter der Staffel 11 auch an diesem Sonntag daheim geschlagen geben. Die Viktoria unterlag dem Tabellensechsten SG Borken mit 0:1.

„Man verliert nie gerne, auch wenn wir auf einen guten Gegner getroffen sind“, teilte Resses Trainer Frank Conradi enttäuscht mit. „Es war eine unnötige Niederlage.“ Seine Mannschaft nimmt sich zur Unzeit eine Ergebniskrise. Nach dem zu erwartenden 5:2-Sieg des Verfolgers Westfalia Gemen gegen das Schlusslicht BVH Dorsten ist der Vorsprung der Schwarz-Gelben fünf Spieltage vor Schluss wieder auf einen Punkt geschrumpft.

„Es sind noch 15 Punkte zu vergeben. Wenn wir alle holen, können die Gemener machen, was sie wollen. Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand“, sagt Frank Conradi, der am kommenden Sonntag sicherlich der SG Borken im Derby gegen Westfalia Gemen die Daumen drücken wird. Aber auch seine Resser stehen vor einer weiteren schwierigen Aufgabe. Sie müssen zum Tabellensiebten TSG Dülmen.

Dass die Borkener ein unangenehmer Gegner sein können, stellten sie an diesem Sonntag in Resse unter Beweis. ihnen kam entgegen, dass sie bereits nach 17. Minuten das Tor des Tages erzielten. Nach einer Fehlerkette in Reihen des Gastgebers, die im Mittelfeld bei Kevin Schäfer begann und bei Torhüter Kingsly Moeses endete, war Patrick Bellen zur Stelle und erzielte das 1:0 für die im vergangenen Jahr aus der Landesliga abgestiegenen Borkener.

Das Team von Trainer Jens Watermann konzentrierte sich danach in erster Linie darauf, den knappen Vorsprung über die Runden zu bringen. Das gelang ihnen auch, in erster Linie deshalb, weil die Resser ihre guten Tormöglichkeiten nicht verwerten konnten. Die wohl beste Gelegenheit vergab Seldin Malkoc, der aus drei Metern Entfernung über das Tor köpfte. In der ersten Halbzeit hätte auch Dominik Hanemann für Jubel sorgen können. Nach der Pause waren es Stefan Colmsee und Niklas Mählmann, deren Abschluss ohne Krönung blieb.

„In der zweiten Hälfte war es ein Spiel auf ein Tor. Was uns fehlte, war der Ausgleichstreffer“, meinte Frank Conradi. „Die Mannschaft hat gekämpft, sie hatte ein spielerisches Übergewicht, aber sie rannte dem dummen Gegentor leider vergeblich hinterher. Das, war wir gegen die SG Borken bei unserem 2:1-Sieg im Hinspiel an Glück hatten, hatten wir diesmal an Pech.“

Seine Mannschaft kommt in der Endphase der Saison offensichtlich nicht mit der Drucksituation klar. Sie steht seit dem 12. Oktober 2014 an der Spitze der Tabelle und hat in den vergangenen Wochen immer mehr die Rolle des Gejagten übernommen. Jetzt läuft sie Gefahr, auf den letzten Metern überholt zu werden. „Ich sage es nicht zum ersten Mal: Es bleibt in unserer Staffel spannend bis zum Ende“, sagt Frank Conradi. „Wir haben das Zeug, auch nach dem letzten Spieltag vorne zu stehen.“