Viktoria Resse sollte nicht auf FC Epe bauen

Die Resser Spieler freuen sich über das 3:0 von Mike Neumann (2. v. re.) beim 6:2 gegen den FC Epe. Seldin Malkoc, Kevin Schäfer und Stefan Colmsee (v. li.) eilen zur Gratulation herbei.
Die Resser Spieler freuen sich über das 3:0 von Mike Neumann (2. v. re.) beim 6:2 gegen den FC Epe. Seldin Malkoc, Kevin Schäfer und Stefan Colmsee (v. li.) eilen zur Gratulation herbei.
Foto: FUNKE FotoServices

Resse..  Viktoria Resse erledigte die Hausaufgaben am vorletzten Spieltag in der Staffel 11 der Fußball-Bezirksliga mit einem klaren 6:2-Sieg gegen den FC Epe, aber trotzdem dürften die Hoffnungen auf den Direkt-Aufstieg weiter gesunken sein. Westfalia Gemen, der Tabellenführer, gewann zur gleichen Zeit mit 2:0 gegen den VfL Reken und liegt weiterhin ein Punkt vor der Viktoria. Um am kommenden Sonntag die Rückkehr auf Rang eins zu vollziehen, benötigen die Resser nicht nur einen eigenen Sieg in Merfeld, sondern auch die Schützenhilfe des FC Epe zum Saisonausklang gegen Gemen. Aber glaubt nach der blutleeren Vorstellung, die der FC Epe an diesem Sonntag am Emscherbruch abgeliefert hat, tatsächlich jemand daran, dass es zu dieser Schützenhilfe kommen wird?

Frank Conradi, der Resser Trainer, ist jedenfalls skeptisch. „Da muss schon viel passieren, um daran zu glauben, dass Gemen in Epe strauchelt“, sagt er. „Wir bereiten uns bereits auf die Relegation vor.“ Mittlerweile steht auch fest, wer gegen den Vizemeister der Staffel 11 spielen muss: Teutonia SuS Waltrop. Der Spieltermin wird aller Voraussicht nach der 18. Juni (Donnerstag) um 18 Uhr sein. Der Spielort muss noch festgelegt werden.

„Wir haben es selbst versaubeutelt“, sagt Frank Conradi. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir unsere zweite Chance über die Relegation nutzen, zumal diesmal zwei Siege zum Aufstieg reichen. Wir wollen auf jeden Fall in die Landesliga und müssen zusehen, dass wir rechtzeitig zum ersten Relegationsspiel unsere Bestform erreichen.“

Die Resser sind auf jeden Fall auf einem guten Weg dorthin. Gegen den FC Epe präsentierten sie sich agiler und harmonischer als in den enttäuschenden Heimspielen zuvor. Ihnen kam entgegen, dass Marc Butowski bereits nach fünf Minuten das 1:0 gelang. Kevin Schäfer traf zum 2:0 (23.) und Mike Neumann erhöhte zum 3:0-Pausenstand (44.).

Mike Neumann erzielte auch den ersten Treffer der zweiten Hälfte (67.). Die weiteren Treffer für den Gastgeber teilten sich Patrick Kroll (75.) und Christian Fischer (90.), der nach neun Jahren am Emscherbruch seinen letzten Heim-Auftritt im Trikot der Viktoria hatte. Der 30-Jährige, bekennender Fan des FC Schalke 04, behält jedoch schwarz-gelb. Er wechselt zu Eintracht Erle.

Auch Rolf Janoska, der Physiotherapeut, hört in Resse auf. In seinem letzten Heimspiel musste er von außen mit ansehen, wie Kevin Pieper mit einem verwandelten Foulelfmeter (68.) und Julian Reus (86.) noch leichte Ergebniskosmetik für den harmlosen Gast aus Epe betreiben konnten.

„Die Stürmer haben diesmal ihren Eigensinn abgelegt“, hob Frank Conradi hervor. „Wir spielen wieder miteinander, was in der Rückrunde nicht immer der Fall war.“ Es scheint, dass Resse noch rechtzeitig vor der heißen Phase der Saison die Kurve bekommen hat.