Viktoria Resse ist die Spitze los

Resses Stürmer Dominik Hanemann (rechts) konnte sich nur selten gegen Deutens Abwehrspieler durchsetzen.
Resses Stürmer Dominik Hanemann (rechts) konnte sich nur selten gegen Deutens Abwehrspieler durchsetzen.
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Im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga 11 hat Viktoria Resse einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Frank Conradi kam gegen den Tabellendritten SV Rot-Weiß Deuten nur zu einem 1:1 (1:1) und musste den Platz an der Spitze räumen.

Resse..  Im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga 11 und um den Aufstieg in die Landesliga hat Viktoria Resse einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Frank Conradi kam gegen den Tabellendritten SV Rot-Weiß Deuten nur zu einem 1:1 (1:1) und musste den Platz an der Spitze erstmals seit dem neunten Spieltag wieder räumen.

Drei Runden vor dem Saisonende liegen die Resser nun einen Punkt hinter Westfalia Gemen, das bereits am Donnerstag mit einem 5:1 gegen die TSG Dülmen vorgelegt hatte. Doch entschieden ist im Aufstiegsrennen noch nichts. Denn schon am kommenden Wochenende könnte sich das Blatt wieder wenden. Gemen muss in Dorsten bei RW Deuten antreten, Resse spielt beim Zwölften VfL Reken.

Im Emscherbruch präsentierte sich ein Gast, der sehr defensiv eingestellt war, eine gute Grundordnung hatte und oft schnell nach vorne spielte. Nach Kontern waren die Dorstener überaus gefährlich. Bereits in der zweiten Minute hatten sie eine Chance, die Resses Keeper Michael Gurzan vereitelte.

In der zehnten Minute gerieten die Gastgeber noch mehr unter Zugzwang. Eine Kette von Fehlern in Reihen der Resser führte zur Führung der Gäste. Nach einem Abspielfehler im Mittelfeld, wurde der ballführende Deutener kurz vorm Strafraum zu Fall gebracht. Deutens Nummer zehn, Tobias Urban, zwirbelte den Freistoß fast flach an der Resser Mauer vorbei in die Torwartecke zum 1:0 für Deuten ins Netz. Michael Gurzan machte dabei keine gute Figur.

Nachdem die Gäste wenige Minuten später sogar auf 2:0 hätten erhöhen können, wurden die Resser endlich stärker. Einen Schuss von Kevin Schäfer konnte Deutens Torwart Hendrik Gottschalk gerade so zur Ecke klären (20.). Etwas unsicher sah er aus, als er an einer Flanke vorbeisegelte und Jan Große Geldermann dadurch irritiert fast ein Eigentor fabrizierte.

In der 35. Minute stand der Deutener Keeper erneut im Mittelpunkt. Er verdribbelte sich vor dem Tor, verlor den Ball und konnte Resses Dominik Hanemann nur durch ein Foul im Strafraum stoppen. Die ansonsten gut pfeifende Schiedsrichterin Laura Messingfeld zeigte dem Torwart aber keine Karte. Den fälligen Elfmeter von Seldin Malkoc hielt Gottschalk erst, den Abpraller aber köpfte Malkoc zum verdienten 1:1 in die Maschen (37.).

Nach der Pause kam die Viktoria mit viel Engagement aus der Kabine, doch die Gäste standen nun defensiv noch besser. Zwingende Torchancen erarbeitete sich Resse dadurch nicht. In der 68. Minute hatte Kevin Schäfer die Möglichkeit zum 2:1, doch freistehend traf er von rechts nur das Außennetz.

Die Resser zeigten in der zweiten Halbzeit zu wenig Durchschlagskraft, erspielten sich keine klaren Chancen mehr. Auch zwei Wechsel von Trainer Frank Conradi in der 76. Minute brachten nicht den erwünschten Erfolg. So hatte sogar Deutens Stefan Kahnert noch die Chance, die Gäste in Führung zu bringen. Doch sein Lupfer landete knapp neben dem Tor (82.). Und auch Simon Wilkes konnte eine 2:1-Überzahl bei einem Konter von Deuten nicht nutzen (86.).

So blieb es beim 1:1, ein Punkt, der für Resse zu wenig sein könnte im Kampf um den Aufstieg. Zu allem Überfluss verletzte sich Stefan Colmsee kurz vor Schluss bei einem Foul am Oberschenkel. „Sein ganzes Bein ist taub“, sagte ein geknickter Frank Conradi. „Wir waren zwar dominant und haben gekämpft und gefightet, aber Deuten hat sehr tief gestanden. Wenn man sich keine Chancen erarbeitet, dann kann man auch nicht gewinnen.“ Und der Resser Trainer ergänzte: „Wir haben es nun nicht mehr selbst in der Hand. Gemen muss zwar auch noch nach Deuten, aber auch wir haben es in Reken schwer.“