Viktoria Resse denkt positiv

Resse..  Positives Denken ist momentan bei Viktoria Resse angesagt. Der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga kam sechs Tage nach dem 2:2 beim TuS Haltern II auch im Heimspiel gegen Vorwärts Epe nicht über eine Punkteilung hinaus. Trotzdem zeigte sich Viktorias Trainer Frank Conradi nach dem torlosen Remis gegen den Gast von der niederländischen Grenze recht zufrieden. „Das war ein sehr gutes 0:0“, meinte er. „Beide Mannschaften haben eine ordentliche Partie geboten.“

Eine Partie, die sehr von der Taktik geprägt war und deshalb einem Trainer mehr gefallen haben dürfte als einem neutralen Zuschauer. Der Gast aus Epe versuchte, den Ressern mit seinem bekannten Mittelfeldpressing den Zahn zu ziehen. Das gelang ihm weitgehend, und deshalb spielte sich das Geschehen meistens zwischen den beiden Strafräumen statt. Die zwingenden Tormöglichkeiten waren hüben wie drüben an den Fingern einer Hand abzuzählen. Die beste Gelegenheit für die Viktoria vergab Niklas Mählmann.

Die Resser mussten gegen den Tabellensechsten nicht nur auf Mike Neumann und Dominik Hanemann verzichten, sondern kurzfristig auch noch auf Gordon Zyla und auf Stefan Colmsee. Gordon Zyla lag am Sonntag krank im Bett, und Stefan Colmsee fehlte aus privaten Gründen. „Wenn diese Leute bald wieder an Bord sind, bin ich zuversichtlich, dass es auch wieder von den Ergebnissen her besser für uns läuft“, meinte Frank Conradi.

Von den letzten sechs Spielen gewann seine Mannschaft nur zwei, während sich der Tabellenzweite aus Gemen keine einzige Blöße gab. „Gemen hat derzeit jenes Glück, das wir in der Hinrunde hatten“, betonte Viktorias Coach und verwies auf den späten Gemener Treffer zum 2:1-Sieg an diesem Sonntag gegen TuS Haltern II. Der Resser Vorsprung beträgt jetzt nur noch fünf Punkte, wobei zu berücksichtigen ist, dass Westfalia Gemen noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.

Aber auch das treibt Frank Conradi nicht den Angstschweiß auf die Stirn. Weltuntergangsstimmung stellt man sich jedenfalls anders vor. „Kann sein, dass Gemen zwischenzeitlich mal an uns vorbeiziehen wird“, sagt er. „Aber ich bleibe dabei: Die Meisterschaft wird erst zum Ende entschieden.“

An diesem Sonntag stellte er besonders heraus, dass sein Team endlich mal wieder ohne Gegentor geblieben ist. Das ist den Schwarz-Gelben zuletzt am 15. November mit dem 3:0-Sieg beim FC Epe gelungen. „Wir haben gegen eine so starke Mannschaft wie Vorwärts Epe kaum etwas zugelassen“, merkte Frank Conradi an. „Ich bin gespannt, ob das die Gemener in einer Woche auch schaffen.“