Unser Ziel bleibt die Champions League

Doha..  Am Dienstag hat der Kapitän gesprochen. Benedikt Höwedes hat im Wintertrainingslager in Doha bislang alle Einheiten mitgemacht. Ganz zufrieden ist der 26-Jährige aber trotzdem nicht. Schließlich fehlen zu viele Stammspieler, um sich optimal auf die Rückrunde vorzubereiten. Trotz der Personalsorgen will er Der Schalker Mannschaftskapitän über ...

... das Trainingslager

Die Bedingungen in Doha sind top. Wir sind leider personell schon ziemlich gebeutelt angereist und mussten auch noch Nackenschläge hinnehmen wie jetzt die Verletzungen von Ralf Fährmann und Dennis Aogo, die zum Stammpersonal gehören. Jammern hilft nicht! Aber ich finde es schade, dass wir gewisse Dinge nicht so einstudieren können, wie wir es gerne würden. Es fehlen zu viele Stammkräfte, sodass die Trainingseinheiten nicht so zielführend sind, wie sie sein könnten. Es ist suboptimal, dass wir das Trainingslager mit so vielen Verletzten am Freitag beenden werden.

... weitere Transfers

Man muss sich ja nur die lange Liste der verletzten Spieler anschauen. Da sieht man, dass Bedarf da ist. Sinn würde es dann machen, im Mittelfeld oder im Sturm etwas zu tun. Uns fehlen im Moment Spieler auf den Außenbahnen. Wir müssen natürlich erst gucken, welcher verletzte Spieler wann zurückkommt. Atsuto Uchida und Joel Matip machen gute Fortschritte. Aber wir sollten den Verletzten Zeit geben, Folgeverletzungen können wir uns nicht erlauben.

... das Saisonziel

Wir versuchen, oben dran zu bleiben. Wir haben uns zum Ende der Hinrunde rangekämpft und den Anschluss gehalten. Unser Ziel bleibt die Champions League. Ganz egal, welches Personal uns zur Verfügung steht.

... die Intensität des Trainings

Der Trainer hat einen guten Mix gefunden zwischen akribischer Arbeit, die auch von Nöten ist, und Regenerationspausen. Ich will nicht von Überbelastung sprechen, ich fühle mich auch nicht so. Gewisse Verletzungen kann man einfach nicht verhindern, die passieren einfach. Hier wird viel für die Prophylaxe getan, auch für die Pflege. Da sind wir gut aufgestellt.

... Roberto Di Matteo

Wir haben eine gute Kommunikation, ich bin sehr angetan. Auf der einen Seite die ruhige Art, trotzdem die Ausstrahlung, die sehr positiv und dominant ist. Er zeigt für viele Dinge Verständnis und ist offen für Diskussionen. Er ist ein Trainer, der nahbar ist. Ich kann nur lobende Worte verlieren. Ich finde auch sein Training richtig gut. Von A bis Z ist alles durchgeplant.

... die Stimmung in der Mannschaft

Die Stimmung ist okay. Klar, sie kann immer besser sein. Es wäre gut, wenn mehr Profis hier wären. Aber es ist gut, dass wir den Kader mit Amateuren aufgefüllt haben. Für sie bietet sich eine Chance, sie können sich präsentieren. Ansonsten machen wir hier das, was es an Möglichkeiten gibt. Wir besuchen die Shopping-Mall, spielen Billard, gucken abends zusammen auch mal Filme oder spielen Playstation. Manchmal bin ich aber auch ganz froh, wenn ich in Ruhe auf meinem Zimmer mal ein Buch lesen kann. Ich lese gerade Gomorrha, ein Buch des italienischen Autors Roberto Saviano. Mittags fallen mir aber manchmal die Augen schon nach drei Seiten zu.

... die Entwicklung der Nachwuchsspieler

Die Nachwuchsspieler sind sehr bemüht im Training, sie hängen sich rein. Axel Borgmann zum Beispiel, oder auch Thilo Kehrer machen ihre Sache richtig gut. Sie opfern sich auf, was nicht ganz einfach ist in den harten Trainingseinheiten. Sie brauchen aber noch Zeit.

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