Und plötzlich ist die Chance wieder riesengroß

Schalkes Marijo Samija (hier beim Sprungwurf, links Frederic Hentschel) wurde viel geschont und traf nur zweimal.
Schalkes Marijo Samija (hier beim Sprungwurf, links Frederic Hentschel) wurde viel geschont und traf nur zweimal.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Das war ein Wochenende ganz nach dem Geschmack des FC Schalke 04. Während die Königsblauen in eigener Halle gegen den TuS Ickern mit dem 33:18 den höchsten Saisonsieg feierten, unterlag Landesliga-Spitzenreiter TuS Bommern beim Tabellenelften DJK Westfalia Welper überraschend mit 25:26.

Schalke..  Das war ein Wochenende ganz nach dem Geschmack des FC Schalke 04. Während die königsblauen Handballer in eigener Halle gegen den TuS Ickern mit dem 33:18 den höchsten Saisonsieg feierten, unterlag Landesliga-Spitzenreiter TuS Bommern beim Tabellenelften DJK Westfalia Welper überraschend mit 25:26. Nun sind die Schalker nach dem Ende der Hinrunde mit den Wittenern punktgleich und die Chance auf Meisterschaft und Aufstieg ist nach der Hälfte der Saison wieder riesengroß.

Dass der FC Schalke 04 die Schürenkamp-Halle als Sieger verlassen würde, war spätestens nach einer Viertelstunde klar. Nach einer zähen Anfangsphase, als die Defensivreihen auf beiden Seiten gut funktionierten und nicht viele Tore zuließen, setzten sich die Hausherren immer mehr ab. Aus einem 2:2 in der sechsten Minute machte Schalke ein 5:2 in der zehnten und ein 10:5 in der 18. Minute. Zwar kamen die Gäste aus Castrop-Rauxel noch mal auf 7:10 heran, doch als ihr Spieler mit der Nummer vier, Sascha Knauf, für ein Stürmerfoul und anschließendes Meckern eine Strafe von zweimal zwei Minuten erhielt, legte Schalke nach. Nach einem 13:7 in der 25. Minute ging es schließlich mit 14:8 in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs tat sich erst einmal nicht viel, vor allem auf Schalker Seite. Daher verkürzte Ickern noch auf 12:16 in der 37. Minute. Als es dem Schiedsrichter-Duo dann doch mal zu bunt wurde, weil Ickerns Trainer Ralf Utech immer wieder mal meckerte und dieser dann eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, die ein Spieler absitzen musste, nutzte Schalke das und setzte sich wieder ab. Nach einem 20:12 in der 43. und einem 24:13 in der 48. Minute führten sie zehn Minuten vor dem Ende dann mit 26:15. Das Team von Trainer Ralf Anischewski spielte sich Mitte der zweiten Halbzeit in einen Lauf, den die Gäste nicht mehr stoppen konnten.

Die Schalker zeigten am Ende bei ihren Treffern auch noch einige Kabinettstückchen, sie konnten es sich bei dem beruhigenden Vorsprung aber auch leisten. Den Schlusspunkt setzte schließlich Schalkes bester Torschütze Rosen Kolev, der bereits nach der Schlusssirene seinen achten Siebenmeter zum 33:18-Endstand verwandelte und insgesamt zehnmal traf. Zu Schalkes Besten gehörten aber auch die beiden Torhüter. Fabian Sinkovec zeigte hervorragende Paraden und hielt auch zwei Siebenmeter. In der letzten Viertelstunde stand ihm Alexander Zok in Nichts nach und hielt ebenfalls einen Strafwurf.

Ralf Anischewski lobte nach der Partie aber vor allem seine Abwehr. „Nur 18 Gegentore sind super für die Deckung. Wir haben das gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte der Trainer. „Wir sind mit viel Engagement in die Partie gegangen und haben uns mit der kompletten Mannschaft sehr gut verkauft.“