Titelkämpfe mit neuer Bestmarke

Spannender Abschluss des Turniers: Der SV Horst 08 holt sich den Titel nach Neunmeterschießen.
Spannender Abschluss des Turniers: Der SV Horst 08 holt sich den Titel nach Neunmeterschießen.
Foto: Joachim Kleine-Büning

Schalke..  Das Schlusswort hatte Peter Schywek, der Vorsitzende des Fußballkreises. „Die Stadtmeisterschaft im Hallenfußball wird es auch in den nächsten Jahren geben“, teilte er im Anschluss an die Siegerehrung mit. Was am Samstag so selbstverständlich klang, ist im Rückblick auf vergangene Jahre keineswegs selbstverständlich. Noch vor drei Jahren hingen die Titelkämpfe am Tropf, es gab mehrere Stimmen, die dafür plädierten, die Maschinen einfach abzustellen.

Davon ist jetzt keine Rede mehr. Die Hallen-Stadtmeisterschaft wird auch von den überkreislich spielenden Mannschaften wieder ernst genommen, was schon alleine dadurch deutlich wird, dass sie mit ihren bestmöglichen Formationen antreten. Die Zeiten, in denen im Halbfinale die Kreisligisten fast unter sich waren, scheinen vorbei. Bezeichnend die Reaktion von SC Hassels Trainer Thomas Falkowski nach dem verlorenen Finale gegen Horst 08. Er wirkte fast so enttäuscht wie nach einer Niederlage in der Meisterschaft.

„Wir wollen noch mehr Mannschaften für die Stadtmeisterschaft gewinnen“, sagt Peter Colmsee, der gemeinsam mit Helmut Lauschus und Rainer Lenz der Turnier-Kommission angehört. Allerdings muss er damit rechnen, dass einer der Großen, und zwar der Landesliga-Tabellenführer YEG Hassel, von der Stange geht. Nach dem Eklat im Halbfinale gegen den SV Horst 08 kündigte Trainer Halit Hoyladi jedenfalls an: „Wir werden definitiv nicht mehr an der Hallen-Stadtmeisterschaft teilnehmen.“

Peter Colmsee wollte die Vorkommnisse im Halbfinale mit dem abschließenden Polizei-Einsatz nicht zu hoch hängen. „Der Fußball lebt doch von den Emotionen“, sagte er. Dass der Spielabbruch einen Schatten auf die ansonsten sehr gelungene Hallen-Stadtmeisterschaft wirft, glaubt er deshalb nicht.

Am Endrunden-Tag kamen etwa 550 Zuschauer in die nicht sonderlich attraktive Schürenkamp-Halle. Das waren 200 mehr als ein Jahr zuvor. Nimmt man alle sechs Veranstaltungstage zusammen, wurde erstmals seit langer Zeit sogar die 2000er Marke geknackt. „2002 Zuschauer“, so meint Peter Colmsee genau nachgezählt zu haben. Dass der Fußballkreis ausverkauft melden kann, ist Zukunftsmusik. Zuletzt war das vor über zehn Jahren der Fall, als der FC Schalke 04 noch mit seiner zweiten Mannschaft und mit Willi Landgraf als Zugpferd antrat.

„Insgesamt dürfen wir in diesem Winter auf ein erfolgreiches Turnier zurückblicken“, meint Rainer Lenz. „Wir haben in der Zwischen- und in der Endrunde viele packende Spiele gesehen. Die Stimmung auf den Rängen war gut, die Vereine haben die Veranstaltung angenommen.“ Auch Klaus Fischer, der Torjäger-Legende, hat es gefallen. Er war zuvor beim Turnier in Mülheim selbst noch erfolgreich im Einsatz. „Im Halbfinale waren in der Schürenkamp-Halle nur Mannschaften, die höherklassig spielen“, sagt er. „Was ich von ihnen gesehen habe, stand durchaus auf einem recht hohen Niveau.“