TC Gelsenkirchen verpasst den Oberliga-Aufstieg

Im ersten Spiel gegen Oldendorf lief für die Gelsenkirchenerinnen noch alles nach Plan.
Im ersten Spiel gegen Oldendorf lief für die Gelsenkirchenerinnen noch alles nach Plan.
Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen..  In der Verbandsliga reichte es für den TC Gelsenkirchen nur zu Platz zwei hinter dem souveränen Meister SC 1912 Hennen. In der Aufstiegsrelegation fehlte dem Vizemeister nun im entscheidenden Spiel das nötige Quäntchen Glück. Der TC Gelsenkirchen unterlag dem Oberligisten VC Bottrop trotz einer 2:1-Satzführung mit 2:3 und kann jetzt nur noch als „Lucky loser“ in die Oberliga rutschen.

„Verdient hätten wir es“, sagt Gerd Hemforth. Gelsenkirchens Trainer weiß jedoch genau, dass die Chancen als „glücklicher Verlierer“ in die Oberliga zu kommen, eher gering sind. Der Fall würde nur eintreten, wenn sich Teams zurückziehen, oder Mannschaften in höhere Ligen aufrücken. Trotz allem zieht Hemforth ein positives Saisonfazit: „Wir haben uns auf allen Positionen gesteigert. Die jungen Spielerinnen wie Mittelblockerin Joelle Salumu, aber auch Maria Rietz, Rocio Rietz und Josephine Magga haben überzeugt.“ Hemforth nutzte die Gelegenheit nach dem letzten Saisonspiel dazu, auch die anderen Spielerinnen zu loben, die mit ihren Leistungen den Traum vom Oberliga-Aufstieg lange Zeit am Leben hielten: „Daniela Winkler, Rebekka Löns, Nadine Müller, Sarah Plura, Kerstin Zagozen, Jaqueline Scherder und Mareike Gocht. Jede einzelne Spielerin hat zum Erfolg der Mannschaft beigetragen. Auf und neben dem Feld.“

Der TC Gelsenkirchen war am Freitag vielversprechend in die Relegationsrunde gestartet. Das Spiel gegen den Verbandsliga-Dritten Oldendorfer TSV konnte das Team deutlich mit 3:0 (25:17, 25:19, 25:15) für sich entscheiden. Auch der Oberligist VC Bottrop konnte sein Spiel gegen Oldendorf gewinnen (3:2). Und so musste das Duell zwischen Gelsenkirchen und Bottrop am Sonntag über die Oberliga-Zugehörigkeit entscheiden. Die Gelsenkirchenerinnen fanden gut ins Spiel. Dem knapp verlorenen ersten Satz (23:25) ließ der TC zwei Satzgewinne folgen (25:20, 25:17). Ab dem vierten Satz lief dann aber nichts mehr zusammen. „Auf einmal sind alle wie ein aufgescheuchter Haufen auf dem Feld herumgelaufen“, erklärte Mannschaftsführerin Sarah Pluta. Bottrop fand zu seinem Spiel und drehte die Partie (25:15, 15:13). „So kurz vor dem Ziel ist das natürlich sehr bitter. Wir hätten den Sack zumachen müssen“, kommentierte Gerd Hemforth den unglücklichen Spielverlauf.