Talente, Großkaliber und viel Kohle

Falcon Dragon, hier mit Hugo Langeweg jr., gewann vor knapp einem Monat am Nienhausen Busch bei widrigen Wetterbedingungen. Das Geläuf war glitschig, aber dennoch flog Falcon Dragon seinen Verfolgern auf und davon.
Falcon Dragon, hier mit Hugo Langeweg jr., gewann vor knapp einem Monat am Nienhausen Busch bei widrigen Wetterbedingungen. Das Geläuf war glitschig, aber dennoch flog Falcon Dragon seinen Verfolgern auf und davon.
Foto: Sabine Sexauer
Was wir bereits wissen
Zehn packende Prüfungen zur Monatsmitte am PMU-Mittwoch. Ab 17.30 Uhr werden am Nienhausen Busch mehr als 50 000 Euro an Rennpreisen ausgeschüttet.

Feldmark..  Zehn packende Prüfungen stehen zur Monatsmitte auf der Trabrennbahn am Nienhausen Busch auf dem Programm. Am PMU-Mittwoch geht es für talentierte Traber und etablierte Großkaliber ab 17.30 Uhr um mehr als 50 000 Euro an Rennpreisen.

Geprägt ist die Veranstaltung von vollen Feldern und erstklassigen Startpferden. Kurz vor dem Derby in Berlin-Mariendorf sind natürlich auch wieder einige Kandidaten unter Order, die ihren Feinschliff für das Blaue Band in der Hauptstadt bekommen sollen. Aber auch solche Cracks, die bereits eine ruhmreiche Derby-Vergangenheit haben, sind am Mittwoch unter Order.

So ist unter den elf Teilnehmern der Champions Serie I (8. Rennen) ein überaus prominenter Name. Die Rede ist von Armando Kievitshof. Vor fünf Jahren belegte der Hengst im Derby den Ehrenplatz. Danach lief es allerdings nicht mehr immer rund für den inzwischen Achtjährigen, der sich nun in der mit 10 000 Euro dotierten Bänderstart-Prüfung versucht.

In der müssen „Armando“ und Fahrer Roland Hülskath eine Zulage von 25 Metern ausgleichen. Dann hat das Duo aber erst einmal zu den an der Grundmarke eindrehenden El Rappido (Michael Nimczyk) und Bill Stardust (Hugo Langeweg) aufgeschlossen. Dass Armando Kievitshof am Ende sogar gewinnt, ist nicht undenkbar. Ende Februar triumphierte er in Frankreich in famoser Manier.

Eine Prüfung zuvor ist mit Falcon Dragon (Hugo Langeweg) ein Talent engagiert, das zu denjenigen gehört, die das Derby 2015 im Visier haben. Ist er erneut so gut aufgelegt wie am 21. Juni, sollte es gegen ihn keine Opposition geben. Damals trotzte der Dreijährige bei Gelsentrab allen Widrigkeiten. Herausgefordert wird er von Tristano (Robbin Bot), der sich bei seinen bisherigen vier Starts kontinuierlich gesteigert und bislang alles richtig gemacht hat. Der Gelsenkirchener Bahnchampion Robbin Bot gewann 2014 übrigens mit Way Scott den Derby-Trostlauf. Diesen Schützling spannt er im sechsten Rennen an.

Rennen mit Dreier- und Viererwette

Eine großartige Besetzung hat auch das an vierter Stelle entschiedene Rennen mit Dreier- und Viererwette gefunden. Dabei sind zum Beispiel Bahnspezialist Pasi di Girifalco (Jens Bergmann) sowie mit Lotus Star (Tim Schwarma) ein Liebling der westdeutschen Traberfans. 48 Rennen hat er seit 2012 gelaufen, sage und schreibe 31 hat der Dauerbrenner davon gewonnen – und trotzdem ist er diesmal nicht favorisiert.

Das für alle zu schlagende Pferd ist die von Hugo Langeweg gesteuerte Dame Alki. Die fünfjährige Stute trumpfte vor einem Monat im norwegischen Bjerke in großer Manier auf. Aus zehnter Position rollte sie auf den letzten 700 Metern das komplette Feld auf und stand schon klar vor dem Ziel als triumphale Siegerin fest. Doch es ist nicht nur Dame Alki, die Lotus Star in die Quere kommt. Ein weiterer international bereits erfolgreicher Starter ist Fridericus (Michael Nimczyk). Hierzulande gewann der Wallach unter anderem die Breeders Crown.

Wenn aktuelle Sieger wie I will fight for U (Ralf Oppoli) und Balamanco (Roland Hülskath) lediglich Außenseiter sind, sagt das alles über die Qualität auch dieser Prüfung aus. In der Viererwette sollte man das Duo allerdings nicht voreilig streichen. Gerade Außenseiter haben in den letzten Monaten immer wieder für sechsstellige Wettquoten gesorgt.