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Stets in königsblauen Diensten

22.01.2015 | 00:12 Uhr

Gelsenkirchen. Was macht eigentlich Bernhard Trares? Der ehemalige Bundesliga-Fußballer, der von 2011 bis zum vergangenen Sommer die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 trainierte, steht nach wie vor in den Diensten der Königsblauen. Der 49-Jährige ist jetzt als Scout, als Spiele- und Spieler-Beobachter, unterwegs. In erster Linie für die Profi-Mannschaft.

Am Sonntag jettete er für vier Tage nach Belek in die Türkei, wo die halbe Bundesliga überwintert - auch Hannover 96, der erste Rückrunden-Gegner der Schalker am 31. Januar in der Veltins-Arena. Bernhard Trares schaut sich an der türkischen Riviera die Testspiele an und auch die Trainingseinheiten, nicht nur der deutschen Mannschaften. Bei dieser günstigen Gelegenheit nimmt er auch Erstligisten aus ganz Europa unter die Lupe.

„Das ist ein sehr zeitintensiver Job. Ich bin voll ausgelastet“, sagt der frühere Profi von 1860 München und Werder Bremen. Und das nicht nur während der Vorbereitung, sondern erst recht während der laufenden Saison. Dass er sich an einem Wochenende zwei oder drei Fußball-Spiele anschaut, ist nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel.

Seit seinem Abschied aus Gelsenkirchen, er hatte eine Bleibe im Herzen von Buer, lebt er wieder in seiner südhessischen Heimat. Von dort hat er es recht nahe zum Karlsruher SC, zum SV Sandhausen, zum FSV Frankfurt, zum 1. FSV Mainz 05 und zum SV Darmstadt 98. In dieser Region ist er vornehmlich im Einsatz, aber nicht nur. Er ist in ganz Deutschland unterwegs - und wenn es darum geht, einen Gegner in der Champions League zu inspizieren, auch darüber hinaus.

„Man muss den Markt kennen und genau beobachten“, sagt Bernhard Trares. Der Austausch mit der Profi-Abteilung ist sehr rege, aber der Neu-Scout schaut auch über den Tellerrand hinaus. „Wenn mir ein Spieler für die U23 oder für die U19 auffällt, gebe ich auch das entsprechend weiter“, betont er.

Vermisst er denn gar nicht die tägliche Arbeit mit einer Mannschaft? „Die Arbeit als Scout lastet mich aus, aber sie baut mich auch auf und macht mir viel Spaß“, sagt er. „Es gibt nichts zu mäkeln. Ich bin hochzufrieden.“

Die aktuelle Schalker U23 ist zwar nur noch in Teilen identisch mit seiner Mannschaft aus der vergangenen Saison, aber natürlich verfolgt er weiterhin deren Werdegang. Dass es in dieser Saison tabellarisch nur noch darum geht, den Abstieg in die Oberliga Westfalen zu vermeiden, ist ihm nicht entgangen. Aber konkret äußern möchte er sich zu der jetzigen Situation nicht. „Eine Beurteilung ist schwierig, wenn man nicht Trainer ist“, sagt er. „Ich kann nicht sagen, welche Probleme es gibt. Deshalb mag ich auch keine Ferndiagnose abgeben.“

Michael Koch

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2015-01-22 00:12
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