SSV Buer verkauft sich teuer

Buers Berkay Dolunay (r.) im Zweikampf mit Dortmunds Julian Schakat
Buers Berkay Dolunay (r.) im Zweikampf mit Dortmunds Julian Schakat
Foto: Thomas Schmidtke

Buer..  Auch das schönste Abenteuer geht irgendwann einmal zu Ende. Diese Erfahrungen mussten jetzt auch die in der Bezirksliga spielenden Fußball-B-Junioren der SSV Buer machen. Sie verloren im Viertelfinales des Westfalenpokals gegen den Landesligisten TSC Eintracht Dortmund nach einem großen Kampf mit 1:3 nach Verlängerung und sind damit ausgeschieden. „Die Jungs können trotzdem stolz auf sich sein“, meinte SSV-Trainer Marcel Radke. „Was sie in dieser Pokal-Saison geleistet haben, ist einfach sensationell.“

Die Bueraner gewannen nicht nur das Kreispokalfinale beim Landesligisten SV Horst 08, sondern warfen anschließend auch noch die beiden Westfalenligisten Sportfreunde Siege und Westfalia Herne aus dem Westfalenpokal - und das stets nach Elfmeterschießen. Diese nervenstarken Leistungen blieben nicht unbelohnt. Mehr als 200 Zuschauer fanden am Mittwochabend den Weg zum Kunstrasenplatz der Sportanlage Löchterheide.

Sie sahen eine ausgeglichene Partie, die in der ersten Halbzeit überschattet war von einer schwereren Verletzung, die Ferdi Altuntas erlitt. Der Abwehrspieler der Bueraner musste mit Verdacht auf Rippenbruch in ein Krankenhaus transportiert werden. Das Spiel war deshalb für mehrere Minuten unterbrochen. Der nächste Schock ließ nicht lange auf sich warten. Kurz nach Wiederbeginn gingen die Gäste durch Arlind Berisha nach einer Ecke mit 1:0 in Führung.

Für klare Verhältnisse konnten die Dortmunder in der zweiten Halbzeit trotz ihrer spielerischen Vorteile allerdings nicht sorgen. Die SSV Buer stemmte sich mit großer Leidenschaft gegen die drohende Niederlage und schaffte neun Minuten vor Schluss tatsächlich noch den Ausgleich. Der starke Mohammed Enes Yildizhan steckte den Ball durch auf den eingewechselten Raman Selo, der humorlos zum 1:1 traf. In der Verlängerung entpuppte sich der klassenhöhere TSC Eintracht Dortmund dann als das cleverere Team. Nach einer Ecke erzielte Alexander Gowik das 2:1 für den Gast (86.), und Serkan Ergül sorgte mit einem von Ismail Coskun an Tobias Warschewski für den 3:1-Endstand (93.). „Das zweite Gegentor war der Genickschlag“, meinte Marcel Radke, der stolz darauf hinwies, dass die Dortmunder nur nach Standardsituationen getroffen haben. „Aus dem Spiel“, so fügte er hinzu, „haben wir nichts zugelassen.“