SSV Buer muss den schleichenden Abwärtstrend stoppen

Holger Siska steht vor der Aufgabe, mehr Leistungsbereitschaft aus seiner Mannschaft herauszukitzeln.
Holger Siska steht vor der Aufgabe, mehr Leistungsbereitschaft aus seiner Mannschaft herauszukitzeln.
Foto: Martin Möller

Buer..  Es ist ein langsamer, schleichender Abwärtstrend: Zum zehnten Mal in Folge hat die SSV Buer eine schlechtere Platzierung erreicht als im Jahr zuvor. Nach dem Abstieg aus der Fußball-Landesliga mussten sich die Rothosen erst mit dem dritten, dann mit dem vierten und zuletzt mit dem sechsten Rang in der Staffel 11 der Bezirksliga begnügen. Und in der Hierarchie des Gelsenkirchener Amateurfußballs liegen sie jetzt nicht mehr nur hinter dem SC Hassel, sondern längst auch hinter dem SV Horst 08, YEG Hassel und Viktoria Resse gemeinsam mit dem SSV/FCA Rotthausen an fünfter und sechster Stelle.

Trainer Holger Siska ist kritisch genug, um mit der Saison 2014/15 nicht zufrieden sein zu können. „Die Hinrunde war ja ganz passabel, aber unter dem Strich hätte ich mir mehr Beständigkeit gewünscht“, merkte er an. Zur Winterpause lagen die Bueraner nur einen Punkt hinter dem späteren Meister Westfalia Gemen. Was zu diesem Zeitpunkt aus Bueraner Sicht in erster Linie störte, war die Dominanz des Nachbarn Viktoria Resse, der unter dem Weihnachtsbaum zehn Zähler mehr fand als man selbst.

Den meisten Boden verloren die Bueraner im Oktober des vergangenen Jahres, als sie sich zunächst im Kreispokal durch ein 1:2 gegen Adler Feldmark kräftig blamierten und anschließend auch in der Meisterschaft gegen Vorwärts Epe mit 1:4 und beim TuS Gahlen mit 1:2 unterlagen. In dieser Zeit verlor Siska außerdem seinen Trainer-Kollegen Tim Engler, der sein Trainer-Amt aus beruflichen Gründen niederlegte und sich fortan nur noch auf seine Aufgaben als Spieler konzentrierte.

Wozu die Bueraner in der Lage sind, deuteten sie in den letzten Spielen des Jahres 2014 an. Sie holten 17 von 18 möglichen Punkten. Und auch gegen Viktoria Resse gingen sie nahezu an ihr Limit. Nach dem 1:1 in der Hinrunde gewannen sie das Rückspiel gegen den späteren Vizemeister und Aufsteiger an der heimischen Löchterheide mit 2:1.

Diese Erfolgsbesessenheit, die die SSV in diesen Derbys an den Tag legte, vermisste Holger Siska ansonsten sehr oft. „Die Eigenmotivation ist anscheinend nicht bei allen unseren Spielern sehr ausgeprägt“, so sein Urteil. Was bestärkt wurde durch das Abschneiden an den letzten drei Spieltagen, als es nur noch darum ging, eine möglichst gute Abschlussplatzierung zu erreichen. Die Bueraner holten keinen einzigen Zähler mehr und fielen in dieser Zeit vom dritten auf den sechsten Rang zurück.