SSV Buer fehlt die Beständigkeit

Benedikt Vorholt (links) und die SSV Buer haben als Dritte schon zehn Punkte Rückstand auf Viktoria Resse.
Benedikt Vorholt (links) und die SSV Buer haben als Dritte schon zehn Punkte Rückstand auf Viktoria Resse.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Erst zum Ende des Jahres kommen die Rothosen richtig in Schwung und holen in den letzten sechs Spielen 17 Punkte. Als Tabellendritter der Bezirksliga 11 zehn Punkte Rückstand auf Viktoria Resse

Buer..  Gäbe es in der Staffel 11 der Fußball-Bezirksliga nicht Viktoria Resse als Ausnahmemannschaft, könnte die SSV Buer mit dem Abschneiden im ersten Saison-Halbjahr sehr zufrieden sein. Aber es gibt nun mal seit August die Resser in dieser Staffel, und deshalb fällt das Fazit von Trainer Holger Siska etwas nüchterner aus. „Es ist schwierig, den bisherigen Verlauf zu bewerten“, sagt er. „Sicherlich war er nicht zufriedenstellend, denn wir haben einfach zu viele Punkte liegen gelassen.“

Wobei: So viele waren es eigentlich auch nicht. Von den ersten 16 Spielen haben die Bueraner immerhin zehn gewonnen. Von den restlichen sechs wurden drei verloren und drei endeten mit einem Remis. Macht unter dem Strich: 33 Punkte bei einem Torverhältnis von 37:18. Damit liegen die Rothosen als Tabellendritter einen Zähler hinter Westfalia Gemen und zehn hinter eben jenen Ressern.

Einen solchen Rückstand kann man an den restlichen 14 Spieltagen sicherlich noch aufholen, zumal die SSV Buer am zweiten Spieltag des Jahres 2015 die Resser zu Gast hat und eine Woche später nach Gemen muss. Nach diesen Partien wird man vielleicht schon besser einschätzen können, ob die Bueraner noch ein Wort im Kampf um den direkten Aufstieg mitreden können. In der Hinrunde erreichten sie in Resse ein beachtliches 1:1, gegen Westfalia Gemen verloren sie hingegen auf eigenem Platz mit 1:3.

Holger Siska fordert von seiner Mannschaft mehr Beständigkeit, vor allem die Einstellung betreffend. Was ihm sehr gefallen hat, waren die letzten sechs Spiele des Jahres 2014, in denen die SSV Buer stolze 17 von 18 möglichen Punkten eingeheimst hat. „Das hätten wir gerne schon früher hingekriegt“, betont der 42-Jährige, der seit Mitte Oktober in der alleinigen Verantwortung steht. Aus beruflichen Gründen hat sein bis dahin gleichberechtigter Trainer-Partner Tim Engler das Amt niederlegt, um sich fortan nur noch auf seine Aufgaben als Spieler zu konzentrieren.

Mitte Oktober - das war auch die Zeit, in der die SSV ernsthaft durchhing. Sie blamierte sich zunächst im DFB-Pokal auf Kreisebene durch eine sensationelle 1:2-Heimniederlage gegen Adler Feldmark aus der Kreisliga B, und anschließend verlor sie auch in der Meisterschaft durch ein 1:4 daheim gegen Vorwärts Epe sowie durch ein 1:2 beim TuS Gahlen wertvollen Boden. Aber vielleicht war diese kritische Phase auch nützlich, um anschließend ein neues Wir-Gefühl zu entwickeln.

Dass die Bueraner zumindest wieder in den Kampf um den zweiten Platz eingriffen haben, ist umso erstaunlicher und bemerkenswerter, weil einige Spieler wie Lucas Rudnik. Jan Heimerl, Arinc Cetinkaya und Tim Ballschmiede aus privaten und aus Studiengründen monatelang nicht zur Verfügung standen.

Zudem fielen auch Mathias Bergmannshoff, André Borkowitz und Christian Pluta längere Zeit verletzt aus. Die Verantwortlichen hatten jedoch vorgebeugt und vor der Saison einen Kader zusammengestellt, der in der Lage war, die Ausfälle quantitativ und auch qualitativ recht ordentlich zu kompensieren.