Spaß ist die beste Motivation
07.01.2010 | 17:44 Uhr 2010-01-07T17:44:00+0100Vorreiter für eine strukturierte Jugendarbeit mit "Systemtraining" ist der FC Schalke 04.
Liest man in Gelsenkirchen über lokale Tischtennishelden, so sind das oft erfahrene, stellenweise ergraute Herren. Keine Frage, sie sind Meister ihres Fachs, doch wie steht es um ihre Nachfolger?
Seit einigen Jahren ist in den Vereinen ein Wandel zu erkennen. Man rückt ab von dem Blick von oben und versucht die Jugendlichen zu integrieren, sie individuell zu fördern. „Systemtraining” heißt das Zauberwort – gepaart mit etwas Verständnis im Umgang mit Jugendlichen.
Vorreiter in dieser strukturierten Jugendarbeit ist momentan der FC Schalke 04. „Es ist wichtig, ein abwechslungsreiches Training zu gestalten. Denn Spaß ist immer noch die beste Motivation", sagt Sportwart und B-Lizenz-Trainer Daniel Gericke. Seit vier Jahren trainiert und reformiert er auf Schalke und das mit Erfolg: „Damals war die höchste Spielklasse Schüler-Kreisliga, heute haben wir mit den Jungen Chancen, in die Verbandsliga aufzusteigen", sagt Gericke. Der Verein unterstützt den Fortschritt und versucht mit neuen Angeboten die Jugendlichen zu motivieren. Dazu gehört auch die Ferienaktion, die der S04 jeweils in den Oster- und Herbstferien veranstaltet, und die sogar Interessierte aus umliegenden Vereinen anlockt. „Die Leute bekommen einfach mit, dass wir hier gutes Training machen und schicken ihre Kinder dann vorbei", sagt Gericke.
Auch SC Hassel fördert fröhlich weiter
Doch auch im hohen Norden Buers hat man die Vorteile der Jugendförderung erkannt. Denn der SC Hassel gibt sich nicht mit dem Ensemble seiner Herren-Verbandsliga-Mannschaft zufrieden, sondern fördert fröhlich weiter. „Die Bindung nach unten ist sehr wichtig, denn das Ziel ist es, die Herrenmannschaften zu unterfüttern”, sagt Jugendwart Günter Hirse. Doch auch hier ist der Spaßfaktor sehr wichtig: „Zu verbissenes Training verfehlt ja seinen Sinn”, sagt Hirse. Da Tischtennis, so Hirse, keine stupide Sache sein soll, wird zur Abwechslung auch mal Hallenfußball gespielt.
Wieder zurück im Süden: Auch die Ückendorfer sind um ein weiteres Vorankommen ihrer Jugendabteilung bemüht. „Die Jugend ist die Zukunft des Vereins. Doch früher haben viele über die Jugendlichen gemeckert”, sagt Kai-Alexander Ude vom TTC Blau-Weiß Ückendorf. Der 23-jährige Geschäftsführer weiß aus eigener Erfahrung, wie unmotivierend es sein kann, als Jugendlicher nicht voran getrieben zu werden. Nun will er es durch eine Umstrukturierung der Jugendarbeit besser machen. „Die Entwicklung ist sehr positiv. Es ist schön, den Ehrgeiz in den Augen der Kinder zu sehen, wenn sie merken, dass man etwas erreichen kann", sagt Ude.
Auch der TTC Horst-Süd befindet sich zur Zeit wieder im Umbruch, nachdem er lange Zeit als Kaderschmiede für Jugendliche galt. „Momentan haben wir hier freies Training für die Schüler. Es wäre aber besser, wenn man die Möglichkeit hätte, mehr zu machen", sagt Jugendbetreuer Karl-August Oetting.
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Kontakt zum TTC Blau-Weiß Ückendorf, mit seiner Spielstätte in der Grillostr. 63 in Schalke, über die website des Vereins:
http://www.ttc-blauweiss-ueckendorf.de