Sinn und Unsinn einer Job-Garantie

Gestern war das erste Mal von einer Job-Garantie zu lesen: Schalke, so versprach Manager Horst Heldt, werde mit Trainer Roberto Di Matteo selbst dann in die neue Saison gehen, wenn auch noch die Teilnahme an der Europa League verpasst würde. Das ist schön für Di Matteo, aber eigentlich nicht besonders ernst zu nehmen.

Denn was hätte Heldt sonst sagen sollen, als er auf die Zukunft des Trainers angesprochen wurde? Jede andere Äußerung von ihm zu diesem Thema hätte dem Trainer nur geschadet. Unabhängig davon, dass er natürlich wirklich den festen Vorsatz hat, mit „RDM“ langfristig zusammen zu arbeiten.

Doch eigentlich kommt dieses Thema gerade zur Unzeit. Denn würde Schalke nach der verspielten Champions League jetzt, insbesondere bei dem Restprogramm gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, auch noch die Europa League verbaseln, wäre diese Saison ein Desaster. Dann müsste Ende Mai auf Schalke zwangsläufig alles auf den Prüfstand kommen – wirklich alles. Das aber hätte Horst Heldt jetzt nicht sagen können. Schon aus eigenem Interesse.