SG schwimmt aufs Podest

Gelsenkirchen..  Eigentlich passte diese Meisterschaft gar nicht so richtig in den Wettkampfkalender, ist die Kurzbahnsaison doch schon seit Ende des vergangenen Jahres beendet. Die Vereine legen den Fokus bereits auf die Langbahnsaison. Und trotzdem elektrisiert der Deutsche Mannschaftswettbewerb Schwimmen, der DMS, die Athleten, Trainer, Betreuer und Fans immer wieder aufs Neue. Vor allem die der SG Gelsenkirchen.

Im Zentralbad, dem Landesleistungsstützpunkt Gelsenkirchen, traf sich die Elite der zweithöchsten Schwimmliga, um den Meister der 2. Bundesliga-West bei Damen und Herren zu ermitteln. Das Wettkampfprogramm umfasste die 13 olympischen Strecken, die in zwei Durchgängen geschwommen wurden.

TPSK 1925 verteidigt den Titel

Bei den Herren kristallisierte sich schnell heraus, dass der Vorjahressieger TPSK 1925 aus Köln seiner Favoritenrolle wieder gerecht werden würde. Mit 16.787 Punkten wurde das Team überlegen Meister vor der SG Dortmund, die sich mit 16.142 Punkten um einen Platz verbesserte. Das Siegerteam aus Köln feierte ausgelassen, denn kurz nach dem Wettkampfende standfest, dass es neben dem SC Magdeburg aus der 2. Bundesliga-Nord den Aufstieg in die höchste Schwimmliga geschafft hat.

Was niemand für möglich gehalten hat: Strahlender Dritter auf dem Podest war die SG Gelsenkirchen. Mit 15.527 Punkten hielten die Lokalmatadore die SG Ruhr nach einem hartem Kampf mit einem Abstand von nur 37 Punkten auf Distanz. Marco Jabien, Sportlicher Leiter und Trainer des A-Kaders, hat es in nur wenigen Monaten geschafft, ein Team zu formen, in dem die Athleten sich gegenseitig zu Höchstleistungen pushen.

Mit 2.866 Punkten hatte Lukas Hermeler den größten Anteil am Erfolg. Er präsentierte sich in überragender Form. Besonders stark waren seine Zeiten über 200 und 100 Meter Brust sowie 200 Meter Lagen. Mit 2:11,31min. über 200 Meter Brust unterbot er seinen eigenen Bezirksrekord um 7,5 Sekunden – das bedeutete einen neuen Rekord im Schwimmbezirk Nordwestfalen „Mit diesen Zeiten ist Lukas ein sicherer Kandidat für das A-Finale bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften“, sagte Trainer Marco Jabien.

Auch David Mossakowski erreichte Topform. Vier Starts bedeuteten vier Bestzeiten. Dass er noch nichts verlernt hat, zeigte Christian Wittenbrink, der trotz Trainer-Tätigkeit für den C-Kader in den letzten Monaten jede Gelegenheit nutzte, um sich für diese Entscheidung in Form zu bringen.

Deutlich mehr als 2.000 Punkte steuerte mit vier Starts auch Nico Tscherner bei. Im Schnitt 600 Punkte pro Start war die Bilanz von Stefan Wittenbrink. Eine unglaubliche Entwicklung hat zudem Tobias Knudsen genommen. Der 28-jährige hatte 2008 seine Laufbahn beendet, sich aber im letzten Sommer mit Blick auf die DMS zu einem Comeback entschieden. „Tobi ist ein Gewinn für die Mannschaft und ein großes Vorbild für alle Teammitglieder“, unterstrich Marco Jabien. In starker Form präsentierten sich mit zwei Bestzeiten auch Michael Batzel und der ebenfalls reaktivierte Ralf Mergenthal. Mit seinem Start über 100 Meter Schmetterling sicherte schließlich Marcus Niemeyer die noch fehlenden Punkte für den großartigen Erfolg.