Seldin Malkoc erlöst zitternde Resser

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Resse..  Trainer Frank Conradi von Viktoria Resse musste an diesem Sonntag reichlich Nerven lassen. Erst in allerletzter Minute glückte dem Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga das 3:2-Siegtor im Kreisderby gegen die vom Abstieg bedrohten Preußen aus Gladbeck. „Mehr als verdient“, wie der Coach erleichtert anmerkte. Aber auch er hätte es lieber entspannter gehabt.

Nach dem 1:0 durch Kevin Schäfer, der nach Vorarbeit von Niklas Mählmann erfolgreich war (12.), ruhten sich die Gastgeber für einige Minuten aus. Torhüter Michael Gurzan verursachte einen Foulelfmeter, den er zwar anschließend parierte, aber gegen den Nachschuss von Koder Saado war er machtlos (17.). Kurz darauf nutzte Koder Saado nach einer Ecke einen weiteren Resser Tiefschlafmoment zum 2:1 für die Preußen aus (17.).

Dominik Lücke glich mit einem Kopfball nach einer Ecke von Stefan Colmseee zum 2:2 aus (28.). Die Viktoria hätte die Partie bis zur Pause vollends drehen können, aber zwei Treffer von Mirko Blaschek und von Seldin Malkoc wurden wegen Abseits nicht anerkannt. Seldin Malkoc traf zudem Latte und Pfosten.

Nach einer Gelb-Roten Karte für den Gast hatten die Resser ab der 40. Minute einen Spieler mehr auf dem Feld. Aber sie machten aus dem zahlenmäßigen Vorteil in der zweiten Halbzeit zunächst nichts, was auch daran lag, dass sich die Preußen verriegelten und mit zehn Leuten verteidigten. Eine destruktive Spielweise, aber der Zweck heiligte für lange Zeit die nicht sehr attraktiven Mittel. Allerdings nur bis zur 90. Minute.

Nach Vorarbeit von Marc Butowski und Niklas Mählmann war Seldin Malkoc zur Stelle und belohnte sich mit dem Siegtor. „Durch die beiden Gegentore haben wir uns selbst in Gefahr gebracht“, resümierte Frank Conradi. Sein Team bleibt in der Tabelle natürlich weiter vorne, spürt aber immer heftiger den Atem der Gemener. „Wenn wir aufsteigen wollen“, so Frank Conradi, „müssen wir eine Serie wie in der Hinrunde hinlegen. Sonst ziehen die starken Gemener noch vorbei.“