Selbst die Europa League ist noch nicht sicher

Gelsenkirchen..  Horst Heldt wirkte so niedergeschlagen, als hätte ihm jemand mit dem Hammer auf den Kopf gehauen – und immer wieder fiel das Wort Enttäuschung. Auch als es darum ging, dass jetzt wenigstens noch die Europa League erreicht werden müsse: „Mit der Enttäuschung heute ist das nicht gesichert. Von daher müssen wir schleunigst sehen, dass jeder einzelne Spieler bessere Leistungen abliefert.“ Schlechter als beim 0:0 gegen Freiburg geht es ja auch nicht.

Auch Clemens Tönnies erklärt die Europa League jetzt zur Pflichtsache – mit drohendem Unterton sagte der Vereinschef am Sonntag: „Das müssen wir schaffen.“ Doch weil der Spielplan jetzt zwei Auswärtsspiele in Folge (in Wolfsburg und in Mainz) vorsieht, wird selbst das kein Selbstläufer – auswärts hat Schalke in dieser Saison tatsächlich noch mehr enttäuscht als zu Hause. Zudem muss spätestens seit dem Freiburg-Spiel ein Fragezeichen dahinter gesetzt werden, ob alle Spieler wirklich mit Macht in die Europa League wollen – man könnte die Spiele am Donnerstag als lästig empfinden. Für den Fall des Versagens droht Heldt bereits, dass die Profis sonst an den freien Terminen zu Freundschaftsspielen geschickt werden: „Wenn andere dienstags, mittwochs und donnerstags spielen, dann sind wir auch unterwegs. Darauf hat keiner Lust.“

Noch ist Schalke Fünfter und damit auf einem Europa-League-Platz. Benedikt Höwedes war erleichtert, dass Verfolger Augsburg nichts geholt hatte: „Es war glücklich, das Paderborn gewonnen hat.“ So weit ist es schon gekommen...