Schlammschlacht in Bismarck

Der Ascheplatz am Trinenkamp glich einem Teich.
Der Ascheplatz am Trinenkamp glich einem Teich.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Westfalia 04 gewinnt auf einem eigentlich unbespielbaren Platz gegen Genclerbirligi. Joker Fabian Panchoo trifft zum entscheidenden 1:0.

Bismarck.. „Da muss sich die Stadt mal hinterfragen, warum wir nicht auf dem Rasenplatz spielen dürfen“, sagte Westfalias Trainer Holger Gehrmann nach dem Spiel. Burhan Kaya, Trainer von Genclerbirligi, war der gleichen Meinung. Aufgrund der Regenfälle war der Rasenplatz gesperrt. Das Spiel musste auf dem Ascheplatz nebenan ausgetragen werden, der bereits vorher schon ordentlich umgepflügt worden war. Der tiefe und mit Pfützen übersäte Platz machte ein ansehnliches Spiel unmöglich, beide Mannschaften spielten kampfbetont und mit vielen langen Bällen. Dem eingewechselten Fabian Panchoo gelang letztendlich der 1:0-Siegtreffer durch einen abgefälschten Freistoß.

Die Gastgeber, die vor dem Spiel nur einen Punkt Rückstand auf Genclerbirligi hatten, kamen trotz der schlechten Platzverhältnisse besser ins Spiel. Westfalia hatte etwas mehr vom Spiel, die erste gute Chance ergab sich nach 20 Minuten. Nach einer Ecke von links kam Michel Sieckelmann an den Ball und schoss ihn direkt Richtung Tor, doch Hasan Aksoy blockte den gefährlichen Schuss mit dem Kopf ab.

Diese Chance schien die Gäste aus Resse aufgeweckt zu haben, nur zwei Minuten später kam Ahmet Özgen frei vor dem Tor zum Abschluss, doch Westfalias Keeper Fabian Maraun konnte die Situation entschärfen. Genclerbirligi erkämpfte sich nun immer mehr Spielanteile, doch den Gästen gelang kein gefährlicher Abschluss. Ein Schlenzer von Ali Vural flog über die Latte, auf der anderen Seite erwischte Furkan Madenci den ball nicht richtig.

Die zweite Hälfte begann wie die erste, Westfalia war präsenter und hatte diesmal auch Torchancen. Doch Michel Sieckelmann zielte zu weit nach links, Fabian Panchoo schoss den Ball gleich zweimal knapp drüber. Das Tor wäre mitten in der Druckphase der Gastgeber fast auf der anderen Seite gefallen. Mohamed Bouachria zog von der rechten Seite in die Mitte und schoss den Ball gegen das Lattenkreuz. Genclerbirligi wurde nun besser. Den Kopfball von Samet Alpay kratzte Fabian Maraun aus der Ecke, kurz darauf legte sich Michel Sieckelmann den Ball zu weit am Torwart vorbei. Das ausgeglichene Spiel lebte weiter von seiner Spannung und der Kampfbereitschaft beider Teams, die allerdings auch einige Freistöße produzierte. Einen davon trat Fabian Panchoo aus über 30 Metern in den Strafraum, Genclerbirligis Ekrem Adas fälschte den Ball unglücklich ab und ließ seinem eigenen Torwart keine Chance (78.). Die Gäste wurden nun deutlich offensiver, doch Westfalia verteidigte geschickt. Die größte Chance zum Ausgleich hatten die Gäste bereits in der Nachspielzeit, doch der Freistoß aus guter Position landete in der Mauer.

„Es war vorher klar, dass das Spiel durch das erste Tor entschieden wird“, sagte Burhan Kaya. „Daher ist die Niederlage unglücklich, ein Remis wäre verdient gewesen“. Holger Gehrmann wollte seinem Trainerkollegen nicht widersprechen: „Der Glücklichere hat gewonnen“.