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Schalkes U23 geht auf die Walz

10.08.2012 | 17:08 Uhr
Schalkes U23 geht auf die Walz
Wollen auch in Bottrop ihre momentan gute Verfassung unterstreichen: Schalkes U23.

Gelsenkirchen.   Gegen den SC Wiedenbrück am Samstag ist das Bottroper Jahnstadion erstmals Heim-Spielstätte. Gute Erfahrungen im ETT-Wettbewerb gesammelt.

Schalkes U23 will am Samstag neues Terrain erobern. Und dabei geht es nicht um einen Spitzenplatz in der Regionalliga, dieses Gefühl kennen die Schützlinge von Trainer Bernhard Trares schon. Nein, die älteste Knappenschmiede geht wieder auf die Walz, das Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück findet erstmals im schmucken Bottroper Jahnstadion statt. Und da die blau-weiße Gebietshoheit auch in der Nachbarschaft gilt, wo ansonsten Landesligist VfB Bottrop zu Hause ist, ist mit einer ansprechenden Kulisse zu rechnen.

Genug Eigenwerbung haben die Schalker in den ersten beiden Saisonpartien hinreichend betrieben. Besonders die Vorstellung gegen RWO (3:1) hat den erfreulich zahlreichen Anhängern in der Wanne-Eickeler Mondpalastarena sehr gefallen. „Wir freuen uns auf die Premiere in Bottrop, auch wenn ich betonen möchte, dass der Rasen in Wanne-Eickel in einem tollen Zustand war. Aber vielleicht werden durch die Verteilung auf zwei Stadien die Plätze etwas geschont“, zeigt sich Bernhard Trares auch als Greenkeeper.

So ganz unbekannt ist die Spielstätte für Königsblau aber nicht, hatte man hier in der vergangenen Saison etliche Spiele im ETT-Wettbewerb ausgetragen. Gutes Omen: Kein Spiel ging dabei verloren.

Auch gegen Wiedenbrück scheinen die Voraussetzungen günstig, wenn sich das Trainerteam im Vorfeld auch noch mit einigen Unwägbarkeiten herumplagt. Routinier Olivier Caillas humpelte kurz vor Spielende gegen RWO mit Schmerzen im Adduktoren-Bereich vom Platz, sein Einsatz ist noch fraglich. „Olivier wird erst heute wieder erstmals versuchen, mitzutrainieren, ich hoffe, dass er spielen kann“, so Trares am Freitag, der unter diesen Umständen dankbar ist, einen gewieften Taktiker im Team zu haben. Vasileos Pliatsikas, dessen Wechsel zum belgischen Erstligisten Genk sich zerschlagen hat, ist sich nicht zu schade, sich in der Vierten Liga für weitere Interessenten in die Verkaufs-Vitrine zu stellen. Der Grieche räumte schon im letzten Heimspiel vieles im Mittelfeld ab und zeigt sich echt engagiert. „Er hat sich uns angeboten und zeigt sich topmotiviert, wir sind froh, dass wir ihn dabei haben“, bekennt der Chefcoach.

Wenn das Vergnügen auch kurzfristig sein wird. Bis zum 31. August hofft der griechische Nationalspieler, einen neuen Klub gefunden zu haben, seine sportliche Zukunft sieht er nicht in der Regionalliga.

Weiter vorne wird man nicht immer so einen Glanztag von Manuel Torres erwarten dürfen, wie es der Spanier am Dienstag gegen RWO als Mann des Abends zelebrierte. „Leider ist Manuel im Abschluss nicht immer so zielstrebig“, weiß Trares und ist froh, gegen Wiedenbrück wieder auf Philipp Türpitz zurückgreifen zu können, der nach überstandenem Bänderriss und Magen-Darm-Problemen nun wieder in die Sturmspitze rücken wird.

So schafft er Entlastung zum Beispiel auch für Philipp Max, „unserem Aushilfsstürmer“, so Trares, der sich nach seiner Jugend-Meisterschaft erst einmal im rauen Senioren-Alltag zurechtfinden muss. Das gleiche gilt auch für Nachwuchsstürmer Michael Smykacz. „Wir sind aber so selbstbewusst, dass wir auch gegen Wiedenbrück nachlegen wollen“, verspricht der Trainer. Neun Punkte zu Beginn der Saison wären auch eine schöne Starthilfe.

Ralf Wilhelm



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