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Basketball: 1. Regionalliga

Schalkes Künstler an der Freiwurf-Linie

20.01.2013 | 22:06 Uhr
Schalkes Künstler an der Freiwurf-Linie
Stark an der Freiwürf-Linie: Christoph Schmüdderich machte beim Schalker 88:82 in Düsseldorf aus zehn Würfen neun Punkte.Foto: Martin Möller

Düsseldorf.   31 von 36 Würfen sitzen, und so setzt sich das Team von der Trainer Heiko Skiba in der 1. Basketball-Regionalliga bei den Düsseldorf Giants mit 88:82 durch.

Giants Düsseldorf -
FC Schalke 04 82:88 (44:44)

Viertel: 27:27, 17:17, 18:24, 20:20.

FC Schalke 04: Obradovic, Piechotta (n. e.), Ramanauskas (10), Hülsmann (2), Schmüdderich (13), Reckinger (1), Letailleur (13/3), Lehmann (2), Smith (30), Penev (17).

Es gab Zeiten, und solche nicht nur einmal, da herrschte bei den Basketballern des FC Schalke 04 ein großes Zittern an der Freiwurf-Linie. Am Sonntagabend aber erwiesen sie sich als Künstler der freien Würfe aus der 5,80-Meter-Distanz. Sie schafften eine 86,1-Prozent-Quote – 31 von 36 Würfen fanden ihr Ziel – und sorgten so in der Schlussphase dafür, dass die Düsseldorf Giants nicht mehr gefährlich herankamen. Mit einem 88:82 (44:44)-Sieg trat das Team von Trainer Heiko Skiba die Heimreise aus der Landeshauptstadt an.

Zunächst einmal erwischten die Schalker einen Gegner, den sie sich genauso vorgestellt hatten. „Die Düsseldorfer sind schwer zu spielen und abgezockt“, sagte Heiko Skiba, für den das Spiel, obwohl schon 20 Minuten absolviert waren, in der zweiten Halbzeit eigentlich wieder bei Null begann. Zufrieden durfte er aber auch zu diesem Zeitpunkt schon feststellen, dass seine Mannschaft Markus Hallgrimson gut im Griff hatte und sich Chris Brown, der ehemalige Schalker, nur selten entfaltete. „Er kommt insgesamt nur auf 13 Punkte, wir haben ihn gut rausgenommen“, sagte Heiko Skiba. „Alle kannst du aber nicht rausnehmen.“

64:52-Führung im dritten Viertel

Nachdem die ersten beiden Viertel jeweils unentschieden ausgegangen waren, sollte es im dritten zum einzigen Mal eine Mannschaft geben, die einen Abschnitt mit einem Vorsprung beendet. Nämlich der FC Schalke 04. Mit einem 68:62-Vorsprung ging das Skiba-Team in das letzte Viertel, nachdem es sich zwischenzeitlich sogar schon mal ein Zwölf-Punkte-Polster herausgeworfen hatte (64:52). Okay: Beim Basketball bei zwölf Zählern Vorsprung von einem Polster zu reden, erscheint fast ein bisschen dämlich. Den Beweis dafür lieferten die Düsseldorfer dann auch im vierten Viertel, als sie, die einst mit jenen zwölf Punkten zurückgelegen hatten, plötzlich mit 75:72 die Nase vorn hatten. Doch die Antwort auf diesen Rückstand war dann richtig gut: ein 11:0-Lauf zur 83:75-Führung. Das war die Basis für den elften Schalker Saisonsieg, den die Giants verhindern wollten, indem sie ihre Gäste regelmäßig an die Freiwurf-Linie schickten. „Aber da waren wir heute richtig gut“, sagte Heiko Skiba und verwies auf die Zahlen von Atanas Penev und Christoph Schmüdderich – jeweils neun von zehn. Und auch Justin Smith, der bei seinen 30 Punkten nur eine 47,8-Prozent-Quote stehen und „einiges vorbeigeworfen hatte“ (Skiba), hatte am Sonntagabend lediglich einen Freiwurf liegen gelassen – acht von neun.

In seinem Fazit kam der Schalker Trainer zwar längst nicht zu dem Schluss, ein richtig gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen zu haben. Er war aber zufrieden. „Das war soweit okay“, sagte Heiko Skiba. „Wir haben uns gut behauptet, und was vor allem zählt, sind die zwei Punkte.“

Andree Hagel



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